Astrofotografie – Die Kunst, den Kosmos sichtbar zu machen
Astrofotografie verbindet Wissenschaft und Kunst. Mit speziellen Kameras, Teleskopen und präziser Nachführung werden Sterne, Nebel und Galaxien detailreich eingefangen. Diese faszinierende Form der Fotografie zeigt die Schönheit des Nachthimmels – von der Milchstraße bis zu fernen Galaxien.
Technik der Astrofotografie
Die Astrofotografie basiert auf hochsensibler Technik, um Licht einzufangen, das oft Millionen Jahre unterwegs war.
Moderne Setup-Komponenten wie ZWO-ASI-Kameras, Newton-Reflektoren oder APO-Teleskope sowie präzise Montierungen wie ZWO-AM5N oder SkyWatcher AZ-EQ6PRO sorgen für perfekte Nachführung.
Für Deep-Sky-Objekte werden Hunderte Einzelbelichtungen gesammelt und zu einem rauscharmen Gesamtbild kombiniert. Software wie PixInsight, GraXpert oder Photoshop übernimmt Kalibrierung, Schärfung, Farbbalance und Detailverstärkung.
Planeten und Mond erfordern eine andere Methode: Hier wird gefilmt. Aus Tausenden Frames erzeugt AutoStakkert ein hochauflösendes Summenbild mit klaren Details wie Wolkenbändern, Kratern oder Sturmsystemen.
Wissenschaft im Hintergrund
Astrofotografie zeigt die physikalischen Prozesse, die unser Universum formen.
Nebel bestehen aus Gas und Staub – es sind Geburtsorte neuer Sterne. Ihre Farben entstehen durch ionisiertes Wasserstoff-, Sauerstoff- oder Schwefelgas.
Galaxien verraten mit ihren Spiralarmen und Zentralbulges die Kräfte von Gravitation und Dunkler Materie. Sternhaufen zeigen Alter, Entwicklung und Temperaturen ihrer Sterne.
Auch Planetenfotos sind wissenschaftlich wertvoll: Sie machen atmosphärische Dynamik sichtbar, z. B. Jetstreams auf Jupiter oder Eisstrukturen auf dem Mond.
Astrofotografie ist damit nicht nur Kunst, sondern ein tiefes Verständnis für Physik, Optik, Lichtverschmutzung, Seeing und kosmische Strukturen.
Technik: Schmalbandfilter & Optolong L-eXtreme
Schmalbandfilter isolieren gezielt einzelne Spektrallinien und unterdrücken große Teile von Lichtverschmutzung und Himmelshintergrund. Der Optolong L-eXtreme arbeitet mit zwei engen 7-nm-Bändern und lässt gezielt H-alpha (656,3 nm) und OIII (500,7 nm) passieren. Dadurch eignet er sich besonders für Emissionsnebel und kontraststarke Detailarbeit.
Bei M81 und M82 dient der Filter nicht als Ersatz für RGB, sondern als Ergänzung. Während Galaxien vor allem breitbandige Objekte sind, kann zusätzliches H-alpha besonders in M82 interessante Emissionsstrukturen sichtbar machen. In meinem Projekt wurde die Aufnahme mit 21 Std. RGB und 10 Std. H-alpha kombiniert.
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Smart Teleskop Technik – ZWO Seestar S50 ultrakompakt & leicht
Das ZWO Seestar S50 ist ein vollständig integriertes All-in-One Smart Teleskop, das moderne Astrofotografie auf ein Minimum an Gewicht und Aufwand reduziert. Mit einem Gesamtgewicht von nur ca. 2,5 kg zählt es zu den leichtesten automatischen Astrofotografie-Systemen am Markt – ein enormer Vorteil für Balkon, Garten, Reisen und mobile Einsätze.
Optisch arbeitet ein 50 mm f/5 APO-Refraktor mit hochwertiger Mehrfachvergütung, kombiniert mit einem Sony CMOS-Sensor, der auch bei kurzen Einzelbelichtungen eine hohe Empfindlichkeit bietet. Die integrierte Alt-Az-Montierung mit automatischer Nachführung und Plate-Solving richtet sich selbstständig aus – ganz ohne Polsucher oder Gegengewichte.
Das Seestar übernimmt Autofokus, Objekterkennung und Live-Stacking vollständig automatisch. Mehrere kurze Belichtungen werden in Echtzeit gestapelt, Bildrauschen reduziert und Details sichtbar gemacht. Gesteuert wird alles kabellos über die ZWO Seestar App (iOS & Android). Der eingebaute Akku, der extrem leise Betrieb und das geringe Packmaß machen das System ideal für spontane Beobachtungen bei kurzen Wolkenlücken.
Seestar S50 Test & Erfahrungsbericht – Astrofotografie vom Balkon
Alle gezeigten Testbilder sind in Schneppenhausen (Deutschland) entstanden – aufgenommen direkt von meinem Balkon.
Das Setup ist denkbar einfach: Seestar S50 auf das Stativ stellen, einschalten – und los geht’s.
Kein Kabelsalat, kein Laptop, kein Stress.
Natürlich kann man die Ergebnisse nicht 1:1 mit einer klassischen Astrofoto-Ausrüstung im Bereich von 10.000 € vergleichen.
Aber genau hier überrascht die Seestar S50:
Für ca. 675 € liefert sie beeindruckende Deep-Sky-Ergebnisse, die vor allem eines zeigen – wie weit Smart-Teleskope inzwischen gekommen sind.
AZ- und EQ-Modus – ein echter Gamechanger
Neu und entscheidend:
Die Seestar S50 unterstützt jetzt auch den EQ-Modus.
Im klassischen AZ-Modus ist nach etwa 60 Minuten Schluss, da die Bildrotation sichtbar wird.
Im EQ-Modus hingegen wird die Seestar zu einer echten Astrofoto-Plattform, mit der man ein Objekt die ganze Nacht belichten kann – inklusive sauberer Nachführung.
Technik & Funktionen, die überzeugen
- integrierter LV-Filter für Ha-O³
- Sonnenfilter
- Dunkelfilter für Darks
- UV/IR Cut Filter
- Live Stacking
- Autofokus – schnell & zuverlässig
- AZ- & EQ-Modus
- EQ - Modus das Polaralignment extrem einfach und in wenigen Minuten erledigt
- sehr gute Nachführung
- Planeten-, Deep-Sky- & Mosaik-Modus
- intuitive App-Steuerung
- ideal für Balkon, Garten, Reisen & spontane Sessions
Fazit
Ich bin sehr zufrieden mit der Seestar S50.
Sie ersetzt kein großes Setup – aber sie ergänzt es perfekt.
Gerade für Nächte mit wenig Zeit, schlechtem Wetter oder spontanen Wolkenlücken liefert sie echte Ergebnisse zum Staunen.
Besonders neugierig bin ich, was im EQ-Modus möglich ist, wenn ein Ziel die komplette Nacht belichtet wird.
Das Potenzial ist definitiv da.
Meine Montierung – ZWO AM5N im professionellen Einsatz
Quelle & Lizenzhinweis:
Das Bild stammt von der offiziellen ZWO-Produktseite: „New AM5N Harmonic Equatorial Mount“.
(Technik • Workflow • Mobile Astrofotografie)
Einleitung
Für meine mobilen Deep-Sky-Projekte – vom Odenwald bei Mudau bis zu meiner eigenen Sternwarte in Aljmas, Kroatien – ist die ZWO AM5N das Herzstück meines gesamten Astrofotografie-Workflows. Die Montierung kombiniert modernste Harmonic-Drive-Technologie, hohe Traglast und extrem kompaktes Design. Damit ist sie ideal für meine nächtlichen Sessions bei Bortle-3–5 Himmel, langen Belichtungen und dem oft rauen Wetter, das man draußen erlebt.
Technische Beschreibung der ZWO AM5N
Harmonic-Drive-Technologie – Präzision ohne Gegengewichte
Die AM5N nutzt moderne Strain-Wave-Getriebe, die kaum Backlash, hohe Steifigkeit und sehr niedrige periodische Fehler ermöglichen. Dadurch kann ich die Montierung komplett ohne Gegengewichte betreiben – ideal für Reisen und schnelle Setups.
Technische Eckdaten
- Gewicht der Montierung: ca. 5,5 kg
- Tragkraft: bis 15 kg ohne Gegengewicht
- Betriebsarten: EQ-Modus für Deep-Sky & Alt/Az-Modus für schnelle Sessions
- Steuerung: USB-C, WiFi, Bluetooth, integrierter 12-V-Output
- Periodischer Fehler: unter ±10'' (neuste Version)
- Optimiert für: ZWO ASIAIR, ASCOM-Steuerung & mobile Astrofotografie
- Verbindung: stabile Integration mit meinem Guiding-System ZWO-ASI120M und ZWO-ASIAIR PLUS
Diese Kombination macht die AM5N zur idealen Montierung für meine Deep-Sky-Projekte mit Teleskopen wie dem Sharpstar 420 mm f/2,8 Hypergraph oder mobilen Newton-Optiken.
Vorteile der ZWO AM5N – Aus meiner Praxis
+ Extrem mobil & leicht
Nur 5,5 kg Gewicht – perfekt für Odenwald-Nächte und Reisen nach Kroatien.
+ Sehr präzise Nachführung
Harmonic-Drive-Getriebe liefern zuverlässig runde Sterne bei langen Belichtungen.
+ Ideal für ASIAIR-Workflows
Nahtlose Integration in mein bestehendes ZWO-System.
+ Perfekt für schwere Rigs
Meine Optiken wie der Sharpstar 420 mm f/2,8 Hypergraph oder der PDS200/1000 werden stabil getragen.
+ Keine Gegengewichte nötig
Ein enormer Vorteil beim mobilen Fotografieren.
Meine Montierung – SkyWatcher AZ-EQ6 PRO im professionellen Einsatz
Bildquelle: Astroshop.de – Hersteller: Sky-Watcher
Einleitung
Die SkyWatcher AZ-EQ6 PRO ist eine meiner wichtigsten Montierungen für anspruchsvolle Deep-Sky-Projekte. Sie kombiniert extreme Stabilität, hohe Tragkraft und maximale Flexibilität durch den Wechsel zwischen EQ-Modus und Alt/Az-Modus. Diese Montierung begleitet mich bei meinen Sessions im Odenwald (Bortle 3–4), in Hessen nahe Darmstadt und in meiner Sternwarte in Aljmas, Kroatien.
Für Langzeitbelichtungen mit schweren Optiken ist sie meine zuverlässige Wahl.
Technische Merkmale der SkyWatcher AZ-EQ6 PRO
Top-Features im Überblick
- Hybridmontierung: EQ-Modus (Deep Sky) & Alt/Az-Modus (visuell & schnell)
- Traglast: bis zu 20 kg (ideal für große Newtons & APOs)
- Riemenantrieb („belt drive“) → weniger Backlash, bessere Nachführung
- Freedom-Find™ Doppel-Encoder → manuelle Bewegung ohne Alignmentverlust
- SynScan-Steuerung mit 42.900+ Objekten
- Stabile Achsen & massives Gehäuse → hohe Windstabilität
- USB-Steuerung für PC/ASCOM, ASIAIR-kompatibel
Diese Kombination macht die AZ-EQ6 PRO zur idealen Lösung für meine großen Teleskope und meine langen Belichtungsprojekte.
Vorteile aus meiner Praxis
✔ Hohe Traglast & starke Mechanik
Ideal für Newtons, APOs, Hypergraphs und schwere Kameras.
✔ Exzellente Nachführung durch Riemenantrieb
Runde Sterne, auch bei widrigen Bedingungen.
✔ Maximale Flexibilität
EQ für Deep Sky – Alt/Az für visuell oder unterwegs.
✔ Robuste Konstruktion
Top Performance bei Wind, Kälte und langen Nächten.
Hinweise für optimalen Einsatz
- Bei schweren Setups perfekte Ausbalancierung wichtig
- Größere Windanfälligkeit vermeiden (Stativ tief, Beine eng)
- Kabelmanagement sauber halten
- Nach langen Reisen: Achsen & Riemen prüfen
- Firmware aktuell halten
ZWO ASI2600-MC – High-End Deep-Sky Farbkamera
Die ZWO ASI2600MC Pro zeigt hier ihre leistungsstarke aktive Kühlung sowie USB- und 12-Volt-Anschlüsse für eine zuverlässige Astrofotografie-Session. Das robuste Gehäuse mit großem Lüfter sorgt für stabile Sensortemperaturen bei langen Belichtungen. Perfekt für Deep-Sky-Aufnahmen mit höchster Bildqualität.
Auf diesem Foto ist der große APS-C CMOS-Sensor der ZWO ASI2600MC Pro sichtbar, ideal für detailreiche Deep-Sky-Fotografie. Die Kamera bietet hohe Dynamik, geringen Rauschpegel und exzellente Farbwiedergabe. Optimal für Nebel, Galaxien und Weitfeld-Astrofotografie.
Technik – ZWO ASI2600MC & ZWO ASI183MC
Moderne CMOS-Farbkameras für Deep-Sky-Astrofotografie
Ich arbeite regelmäßig mit zwei leistungsstarken Astrokameras: der ZWO ASI2600MC und der ZWO ASI183MC. Beide nutzen modernste Sony-CMOS-Sensoren, unterscheiden sich aber deutlich im Bildfeld, der Pixelgröße und im Einsatzbereich. Gemeinsam decken sie meine vollständige Deep-Sky-Astrofotografie ab – von großflächigen Nebeln bis hin zu detailreichen Galaxien.
ZWO ASI2600MC – APS-C Kamera für höchste Dynamik & Rauscharmut
Die ASI2600MC ist meine Hauptkamera für große Nebelregionen, ausgedehnte Sternfelder und Projekte mit maximaler Qualität. Der rückseitig belichtete APS-C Sensor liefert extrem saubere Rohdaten ohne Amp-Glow und eignet sich hervorragend für schnelle Optiken wie meinen Sharpstar 420 mm Hypergraph oder meinen Sharpstar 270 mm APO.
Technische Daten
- Sensor: Sony IMX571, APS-C
- Auflösung: 26 MP
- Pixelgröße: 3,76 µm
- Farbsensor (OSC)
- 14 Bit ADC → hohe Dynamik
- Back-Illuminated CMOS → sehr hohe Empfindlichkeit
- Cooling: bis –35 °C unter Umgebung
- Kein Amp-Glow
- USB 3.0 & 256 MB Buffer
Stärken
- Sehr rauscharm (ideal für lange Astro-Sessions)
- Perfekt für Nebel, große Sternregionen, Andromeda, Nordamerika, Orion usw.
- Große Dynamik: Helle Sterne und Nebelstrukturen brennen nicht aus
- Exzellente Farbwiedergabe & Schärfe
- Perfekter Kombi-Partner zu schnellen f/2.8–f/5 Teleskopen
Typische Aufnahmeeinstellungen
- Gain: 100 (Unity Gain)
- Belichtungen: 120–300 Sek (RGB), 300–600 Sek (Schmalband)
- Temperatur: –10 bis –20 °C
- Kalibrierung: Flats + Darks + Bias/DarkFlats
ZWO ASI183MC – 20 MP Kamera mit extrem feinen 2,4 µm Pixeln
Die ZWO ASI183MC Pro zeigt hier ihre aktive Kühlung, USB-Anschlüsse und den 12-Volt-Stromanschluss für den Einsatz in der Deep-Sky-Astrofotografie. Die robuste Aluminiumkonstruktion sorgt für zuverlässige Kühlleistung und stabile Datenübertragung. Ideal für lange Belichtungsreihen und präzises Arbeiten am Teleskop.
Auf diesem Foto ist der empfindliche CMOS-Sensor der ZWO ASI183MC Pro zu sehen, perfekt geeignet für hochauflösende Deep-Sky-Astrofotografie. Die Kamera bietet geringe Auslesegeräusche und hohe Quanteneffizienz für detailreiche Aufnahmen. Ideal für Galaxien, Nebel und Weitfeldobjekte.
Die ASI183MC ist meine Kamera für hochauflösende Astroprojekte, kleinere Nebel, kompakte Galaxien und detailreiche Strukturen. Durch die winzigen Pixel zeichnet sie feinste Details auf – besonders zusammen mit Newtons oder APOs im Bereich 250–650 mm Brennweite.
Technische Daten
- Sensor: Sony IMX183, 1"
- Auflösung: 20,2 MP
- Pixelgröße: 2,4 µm → extrem detailliert
- Back-Illuminated CMOS
- Cooling: bis –30 °C
- Amp-Glow vorhanden, aber vollständig mit Darks korrigierbar
- USB 3.0 & 256 MB Buffer
Stärken
- Sehr hohe Detailauflösung
- Ideal für kleine Objekte: Galaxien, Planetarische Nebel, Sternregionen
- Perfekt geeignet für deinen Skywatcher 650PDS f/5, Hypergraph 420 mm, APOs oder Teleobjektive
- Sehr gute Farbsensitivität, besonders im H-Alpha-Bereich
Typische Aufnahmeeinstellungen
- Gain: 111 (Unity Gain)
- Belichtungen:
- 120–240 Sek (RGB)
- 180–300 Sek (Schmalband)
- Temperatur: –10 bis –20 °C
- Kalibrierung: Darks (wichtig!), Flats, DarkFlats
Fazit – Deshalb nutze ich beide Kameras
- ZWO ASI2600MC:
Meine Hauptkamera für große, farbenstarke Deep-Sky-Objekte. Höchste Qualität, extrem rauscharm, perfekte Pixelgröße für schnelle Teleskope. - ZWO ASI183MC:
Meine Detailkamera für kleinere Objekte, enge Ausschnitte und feinste Strukturen. Durch die 2,4 µm Pixel ideal für hochauflösende Astrofotografie.
Gemeinsam bilden sie ein Setup, das alle wichtigen Bereiche der Deep-Sky-Astrofotografie perfekt abdeckt – von Weitfeld bis High-Resolution.
Newton-Teleskope – Aufbau & Funktionsweise
Newton-Teleskope, auch Newton-Reflektoren genannt, gehören zu den beliebtesten Spiegelteleskopen in der Amateur- und Astrofotografie. Sie wurden 1668 von Isaac Newton entwickelt und zeichnen sich durch hohe Lichtstärke, farbreine Abbildung und ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis aus.
Aufbau eines Newton-Teleskops
Ein Newton besteht aus einem einfachen, aber äußerst effizienten optischen System:
1. Hauptspiegel (Primärspiegel)
Am Ende des Tubus sitzt ein großer, parabolischer Spiegel. Er sammelt das einfallende Licht und bündelt es zu einem Brennpunkt. Je größer der Spiegel, desto lichtstärker das System.
2. Sekundärspiegel (Diagonalspiegel)
Vor dem Brennpunkt steht ein kleiner, flacher Spiegel im 45-Grad-Winkel. Er lenkt das Licht seitlich aus dem Tubus heraus und ermöglicht so den Anschluss eines Okulars oder einer Kamera.
Okularauszug / Kameraanschluss
Seitlich am Tubus befindet sich der Auszug für Okulare oder – wie in der Astrofotografie – für die Kamera. Die seitliche Position macht Newton-Teleskope ergonomisch und flexibel.
Wie ein Newton funktioniert
Der Lichtweg ist klar strukturiert:
- Licht fällt in den Tubus.
- Der Primärspiegel sammelt und fokussiert es.
- Der Sekundärspiegel lenkt das Licht um 90° um.
- Das Bild entsteht seitlich im Auszug.
Vorteile
- keine Farbfehler
- hohe Lichtstärke
- große Öffnung zu fairem Preis
- hervorragende Deep-Sky-Eignung
Nachteile
- regelmäßige Kollimation nötig
- offener Tubus → anfälliger für Staub
- schnelle Newtons benötigen Komakorrektor
Fazit
Newton-Reflektoren bieten beeindruckende Lichtstärke, hohe Schärfe und farbreine Abbildung – ideal für Nebel, Galaxien und Sternhaufen.
Sharpstar 150mm f/2.8 Hyperbolic Astrograph – High-Speed-Teleskop für professionelle Deep-Sky-Astrofotografie
Der Sharpstar 150 mm f/2.8 Hyperbolic Astrograph zeigt sein leichtes Carbon-Design für maximale Stabilität und Bildqualität. Perfekt geeignet für schnelle Deep-Sky-Astrofotografie.
Der Sharpstar Astrograph mit elektronischem ZWO EAF Fokussierer ermöglicht präzises, automatisiertes Scharfstellen. Ideal für hochauflösende Deep-Sky-Aufnahmen.
Die offene Front des Sharpstar 150 mm f/2.8 zeigt den Hyperbolic-Spiegel und die stabile Fangspiegelspinne. Diese Konstruktion sorgt für optimale Ausleuchtung und minimale Abbildungsfehler.
Die montierte Taukappe schützt den Spiegel vor Feuchtigkeit und Streulicht. Sie verbessert den Kontrast und sorgt für konstante Bildqualität in kalten Nächten.
Der präzise Fokussierer mit ZWO EAF bietet motorisierte Feinfokussierung für perfekte Sternschärfe. Ideal für automatisierte Aufnahmeserien über die gesamte Nacht.
Sharpstar 150mm f/2.8 Hyperbolic Astrograph
Der Sharpstar 150mm f/2.8 Hyperbolic Astrograph ist ein extrem lichtstarkes Profi-Teleskop für anspruchsvolle Deep-Sky-Astrofotografie. Mit 150 mm Öffnung, 420 mm Brennweite und einem schnellen Öffnungsverhältnis von f/2.8 bietet der Astrograph kurze Belichtungszeiten, hohe Lichtausbeute und eine exzellente Sternabbildung über das gesamte Bildfeld. Dank hyperbolischem Spiegel, integriertem Triplet-Korrektor und Carbon-Tubus liefert dieses Teleskop perfekte Ergebnisse mit modernen Astrokameras – ideal für detailreiche Aufnahmen von Galaxien, Nebeln und großflächigen Deep-Sky-Objekten.
SharpStar 61EDPH II – Kompakter APO-Refraktor für perfekte Weitfeld-Astrofotografie
Der SharpStar 61EDPH II ist ein kompakter APO-Refraktor für hochwertige Weitfeld-Astrofotografie. Die präzise Farbkorrigierung und stabile Rot-Weiß-Konstruktion machen ihn ideal für Reisen und mobile Setups. Perfekt geeignet für Nebel, Sternfelder und große Deep-Sky-Objekte.
Hier sieht man den SharpStar 61EDPH II aus einer schrägen Perspektive mit montiertem Fokuser und stabiler Rot-Aluminium-Halterung. Der Refraktor liefert eine hohe optische Qualität und ist besonders beliebt für Weitwinkel-Astrofotografie mit modernen CMOS-Kameras.
Der SharpStar 61EDPH II ist ein leistungsstarker APO-Refraktor für Weitfeld-Astrofotografie. Mit schneller Optik, präziser Mechanik und perfekter Farbkorrigierung eignet sich dieses Teleskop ideal für Deep-Sky-Aufnahmen, Sternfelder und großflächige Nebelregionen.
Technik
- Optik: Triplet-APO mit ED-Glas (FPL-53)
- Öffnung: 61 mm
- Brennweite: 274 mm
- Öffnungsverhältnis: f/4,5 mit 0.8x-Reducer / f/5,5 nativ
- Bildfeld: Sehr gut korrigiert für APS-C Sensoren
- Fokuser: Präziser 2,5" Dual-Speed-Fokuser (1:10)
- Bauweise: Leichtes Aluminiumgehäuse, stabil und reisetauglich
- Zubehör: Rohrschellen, Tragegriff, Vixen-Schiene
- Empfohlene Kameras: ZWO ASI2600MC, ASI183MC, DSLR und spiegellose Kameras
Vorteile & Einsatzgebiet
- Perfekte Farbkorrigierung dank hochwertiger Triplet-Optik
- Scharfes Bild bis in die Ecken bei geeigneten Reducern/Flatteners
- Ideal für Weitfeld & große Nebelregionen:
– Andromeda (M31)
– Orionregion (M42, M78, Barnard’s Loop)
– Nordamerika- & Pelikannebel - Sehr mobil: Ideal für Reisen, Odenwald-Sessions oder Aufnahmen in Aljmaš
- Hohe Stabilität: Perfekt für lange Belichtungen mit ASIAIR
- Kamera-freundlich: hervorragende Ausleuchtung für moderne CMOS-Sensoren
ZWO ASIAIR Plus – Smarte Steuerzentrale für moderne Astrofotografie
Der ZWO ASIAIR Plus überzeugt mit seinem stabilen Aluminiumgehäuse und dem markanten Sternkarten-Design. Als kompakte Steuerzentrale ermöglicht er eine vollständige Kontrolle über Kamera, Montierung und Guiding – ideal für mobile Astrofotografie.
Hier sind die USB-2.0/3.0-Ports und der Ethernet-Anschluss des ASIAIR Plus zu sehen, die eine schnelle Datenübertragung und stabile Verbindung sicherstellen. Perfekt für den zuverlässigen Einsatz mit ZWO-Kameras, Filterrädern und Montierungen.
Die Rückseite zeigt den 12-Volt-Eingang, den Hauptschalter und den Anschluss für die externe WiFi-Antenne. Damit bietet der ASIAIR Plus eine stabile Stromversorgung und extrem starke drahtlose Verbindung – ideal für lange Deep-Sky-Sessions.
Dieses Bild zeigt den ZWO ASIAIR mit seinen 12V-Ausgängen, die für die Stromversorgung verschiedener Astrofotografie-Komponenten genutzt werden. Die kompakte, robuste Bauweise und die aufrechte Antenne unterstreichen die professionelle Steuerung und Konnektivität des Systems.
TECHNIKBLOCK – ZWO ASIAIR PLUS
Der ZWO ASIAIR Plus ist das Herzstück moderner Astrofotografie und ermöglicht eine vollständig automatisierte Steuerung des gesamten Setups – von der Kamera bis zur Montierung. Das kompakte Gerät basiert auf einer hochoptimierten Linux-Plattform und ist speziell für Astrofotografen entwickelt, die maximale Effizienz, Stabilität und Benutzerfreundlichkeit benötigen.
Das robuste CNC-gefräste Aluminiumgehäuse schützt die Elektronik zuverlässig vor Feuchtigkeit, Temperaturschwankungen und mechanischen Einflüssen. Dank des integrierten Montagesystems lässt sich der ASIAIR Plus einfach an Teleskoprohrschellen oder Prismenschienen befestigen – ideal für mobile Deep-Sky-Sessions im Odenwald, in Kroatien oder an jedem dunklen Standort.
Technisch beeindruckt das Gerät mit vier USB-Ports (2× USB 2.0 + 2× USB 3.0) für Kameras, Guiding, EAF-Fokuser oder Filterräder. Über den Gigabit-Ethernet-Anschluss besteht zusätzlich die Möglichkeit, besonders stabile Verbindungen herzustellen, wenn du im Garten, an der Sternwarte oder auf Reisen eine kabelgebundene Steuerung bevorzugst.
Der 12-Volt-Eingang versorgt nicht nur den ASIAIR selbst, sondern über die integrierten 12-V-Ausgänge auch weitere Geräte wie Kühlkameras, Montierungen oder Heizbänder. Damit ersetzt der ASIAIR Plus klassische Stromverteiler und reduziert Kabelsalat erheblich.
Ein besonderes Highlight ist das optimierte Dual-Band-WLAN, das eine deutlich höhere Reichweite und Stabilität bietet. Selbst bei 10–20 Metern Entfernung bleibt die Verbindung stabil – ideal für die Steuerung vom Auto, Zelt oder warmen Wohnzimmer.
Über die ASIAIR-App (iOS und Android) steuerst du Polausrichtung, Guiding, Plate Solving, Autofokus, Filterwechsel und komplette Aufnahmepläne. Dadurch verwandelt der ASIAIR Plus jedes Setup in eine hochautomatisierte Astrofotografie-Plattform, bei der du dich vollständig auf das Objekt und die Komposition konzentrieren kannst.
Technik
- CNC-Aluminiumgehäuse, sehr robust
- 4× USB-Ports (2× USB 3.0, 2× USB 2.0)
- Gigabit-Ethernet für stabile Verbindungen
- 12-V-Eingang + 12-V-Ausgänge für Zubehör
- Externe WiFi-Antenne für starke Reichweite
- Unterstützung aller ZWO-Kameras, EAF, EFW
- Integrierte Stromverteilung & Kabelmanagement
- Kompatibel mit vielen Montierungen (EQMod, ZWO, SkyWatcher usw.)
Funktionen & Vorteile
- Vollautomatische Astrofotografie per App
- Plate Solving, Autofokus & Autoguiding integriert
- Live-Preview und Fokusunterstützung
- Aufnahmepläne für Nacht-Automationen
- Perfekt für mobile Deep-Sky-Sessions
- Minimiert Kabelsalat und Fehlerquellen
- Ideal in Kombination mit ASI2600MC, AM5N und Guiding
- Optimal für Odenwald-Sitzungen oder Sternwarte Aljmaš
Guiding-Ausrüstung – ZWO ASI120MM & Askar FMA180
Das Guiding-Setup aus ZWO ASI120MM und Askar FMA180 sorgt für stabile und präzise Nachführung bei Deep-Sky-Aufnahmen. Die Kombination gewährleistet saubere Sternpunkte und optimale Tracking-Leistung.
Die ZWO ASI120MM zeigt eine hochempfindliche Guidingkamera für präzises Autoguiding in der Astrofotografie. Ideal für klare, punktförmige Sterne bei langen Deep-Sky-Belichtungen.
Das Askar FMA180 Guidingscope bietet ein scharfes Sternfeld für exakte Nachführung. Perfekt geeignet für mobile Astrofotografie und zuverlässiges Guiding.
Askar FMA180 Guidescope
Das Askar FMA180 ist ein ultrakompakter APO-Refraktor mit 40 mm Öffnung und 180 mm Brennweite (f/4,5). Die hochwertige ED-Optik liefert ein kontrastreiches, farbreines Sternfeld und ist ideal für präzises Autoguiding. Mit nur rund 395 g Gewicht ist das System perfekt für mobile Deep-Sky-Setups geeignet. Der 55 mm Backfocus und das Front-Filtergewinde machen das FMA180 vielseitig einsetzbar – als Guidescope, Teleobjektiv oder Weitfeld-Astrograf.
ZWO ASI120MM Guidingkamera
Die ZWO ASI120MM ist eine extrem lichtempfindliche monochrome Guidingkamera mit 1/3″ CMOS-Sensor und einer Auflösung von 1280 × 960 Pixeln. Die 3,75 µm Pixel bieten eine sehr hohe Sternempfindlichkeit – perfekt für zuverlässiges Guiding auch unter schwächeren Bedingungen. Mit einer QE von bis zu 80 %, 12-Bit ADC, schnellen Belichtungszeiten und dem integrierten ST-4-Port liefert sie präzise Nachführsignale. Das geringe Gewicht von ca. 60 g macht sie zur optimalen Ergänzung für das Askar FMA180.