Messier 13 – Der große Kugelsternhaufen im Herkules
Fotografiert mit der Seestar S50 trotz Vollmond.
Neues Projekt: M81 & M82 – 31 Stunden aus Kroatien
Im März 2026 konnte ich in meiner Sternwarte in Aljmaš (Kroatien) ein neues Deep-Sky-Projekt erfolgreich abschließen: das beeindruckende Galaxienpaar M81 & M82.
Über mehrere Nächte hinweg entstand eine Gesamtbelichtungszeit von 31 Stunden – aufgeteilt in 21 Stunden RGB und 10 Stunden Hα Schmalband. Besonders die Kombination mit Hα ermöglicht es, die aktiven Prozesse in M82 deutlich sichtbar zu machen.
Während M81 mit ihren ruhigen, eleganten Spiralarmen besticht, zeigt M82 ihre wilde Seite: gewaltige Gas-Ausströmungen, die durch intensive Sternentstehung entstehen.
Ein kleines Highlight im Bild ist außerdem die Galaxie NGC 3077, die gemeinsam mit M81 und M82 eine gravitative Galaxiengruppe bildet.
Zu diesem Projekt erscheint auch ein Reel, das den Aufbau, die Aufnahme und die Atmosphäre vor Ort zeigt.
Aufnahmedaten
Aljmaš, Kroatien
März 2026
Gesamtbelichtung: 31 Stunden
Clear Skies
— Astro Lazo
M51 – Die Whirlpool-Galaxie - Kratien Aljmaš
Im März 2026 entstand in meiner privaten Sternwarte in Aljmaš (Kroatien) diese tief belichtete Aufnahme der beeindruckenden Spiralgalaxie M51, auch bekannt als Whirlpool-Galaxie.
Mit einer Gesamtbelichtungszeit von 31 Stunden – davon 21 Stunden RGB und 10 Stunden Hα – zeigt dieses Bild nicht nur die charakteristische Spiralstruktur, sondern auch feinste Details in den Sternentstehungsgebieten und den schwachen Außenbereichen der Galaxie.
🌌 LDN 1355 – The Helping Hand
Mein nächstes Astrofoto-Projekt – Start ab Montag in Mudau
Endlich geht es los! 🌟 Ab Montag den 19.01.2026 ist stabiles, gutes Wetter angesagt – genau das Zeitfenster, auf das ich gewartet habe. Für mein nächstes großes Astrofoto-Projekt widme ich mich LDN 1355, dem berühmten Dunkelnebel „The Helping Hand“. Geplant sind drei aufeinanderfolgende Nächte mit einer Gesamtbelichtungszeit von über 20 Stunden, aufgenommen in Mudau (Odenwald) unter dunklem Himmel.
🖐️ Das Objekt
LDN 1355 ist ein ausgedehnter Dunkelnebel-Komplex im Sternbild Kassiopeia. Seine markante Struktur erinnert an eine ausgestreckte Hand – daher der Spitzname The Helping Hand. Der Nebel selbst sendet kein eigenes Licht aus; sichtbar wird er durch die Absorption des Sternenlichts im Hintergrund. Zum Komplex gehören auch LDN 1357 und LDN 1358, die gemeinsam dieses eindrucksvolle Staubgebilde formen.
🌠 Umgebung & Wissenschaft
In unmittelbarer Nähe liegt der schwache Reflexionsnebel vdB 9, dessen bläuliches Leuchten durch gestreutes Sternenlicht entsteht. Dunkelnebel wie LDN 1355 bestehen aus dichtem interstellarem Staub und Gas und gelten als potenzielle Sternentstehungsregionen. Entfernungsangaben variieren je nach Teilstruktur (typisch mehrere hundert bis wenige tausend Lichtjahre).
📸 Warum dieses Ziel anspruchsvoll ist
Extrem lichtschwach: Dunkelnebel erfordern viel Gesamtbelichtung für sichtbare Staubstrukturen.
Feiner Kontrast: Der Reiz liegt in subtilen Abschattungen – saubere Gradienten-Kontrolle ist entscheidend.
Geduld zahlt sich aus: Erst lange Integrationszeiten bringen Tiefe und Detail.
🧭 Mein Plan ab Montag
Ort: Mudau (Odenwald) – bewährt dunkler Himmel
Zeit: Drei Nächte, > 20 h Gesamtbelichtung
Ziel: Feine Staubfilamente der „Hand“, plus das zarte Blau von vdB 9
Workflow-Fokus: Präzise Gradientenentfernung, behutsames Dehnen mit Masken, Kontrast auf Staubstrukturen
✨ Erwartung
Mit dem angekündigten guten Wetter ab Montag und der langen Belichtungszeit habe ich beste Chancen, die charakteristische Form und die subtilen Details von LDN 1355 herauszuarbeiten. Ein Projekt, das Geduld fordert – und genau deshalb besonders reizvoll ist.
Update folgt: Nächste Woche gibt es Ergebnisse, Details zur Belichtungszeit und einen Einblick in die Bearbeitung. 🌌
Mein neuer ZWO SeeStar S50 – Kompaktes Smart-Teleskop für Astrofotografie überall
Einfach. Mobil. Leistungsstark.
Ich freue mich sehr, meinen neuesten Zugang in meiner Ausrüstung vorzustellen: den ZWO SeeStar S50. Dieses kompakte Smart-Teleskop eröffnet mir völlig neue Möglichkeiten – egal ob im Garten, unterwegs im Urlaub oder spontan auf dem Balkon. In wenigen Sekunden aufgebaut, vollautomatisch ausgerichtet und sofort aufnahmebereit.
Der SeeStar S50 kombiniert moderne Optik, starke Sensorleistung und eine intuitive App – ideal für spontane Deep-Sky-Sessions ohne großen Aufwand.
Technische Daten des ZWO SeeStar S50
- Apertur: 50 mm
- Brennweite: 250 mm
- Öffnungsverhältnis: f/5
- Sensor: Sony IMX462 (2,1 MP, 1920×1080)
- Pixelgröße: 2,9 µm
- Filter: integrierter dualer Schmalbandfilter (Hα/OIII), IR-Cut
- Fokussierung: elektrisch, autofokusfähig
- Mount: integrierte Alt-Az-Montierung mit automatischer Ausrichtung
- Stromversorgung: integrierter Akku (ca. 6 Std. Laufzeit)
- Gewicht: nur 2,5 kg
- Steuerung: ZWO-App mit Live-Stacking & Objektbibliothek
- Besonderheiten: Plate-Solving, automatisches Goto, Cloud-Sync
Warum mich der SeeStar sofort begeistert hat
Der SeeStar S50 liefert für seine kompakte Größe überraschend klare und detailreiche Deep-Sky-Bilder. Mit dem Live-Stacking sehe ich die Nebelstrukturen und Farben bereits während der Aufnahme wachsen.
Für meine Webseite bedeutet das: mehr spontane Projekte, mehr Astromomente aus Odenwald, Aljmaš und auf Reisen – und das ohne große Vorbereitung.
Freut euch auf viele neue Bilder und Langzeitprojekte, die in den nächsten Wochen dazukommen!
Clear Skies,
Astro Lazo
M78 im Winter 2025 : Neues Astrofotografie-Projekt aus dem Odenwald
M78, ein blauer Reflexionsnebel im Sternbild Orion, gehört zu den spannendsten Winterzielen für Deep-Sky-Fotografen. Letzten Winter konnte ich dieses wunderschöne Objekt bereits anvisieren – allerdings nur für 3 Stunden Belichtungszeit und bei starkem Wind, der das Ergebnis beeinträchtigt hat.
Dieses erste Bild habe ich bereits auf meiner Webseite vorgestellt, und es bildet nun den Startpunkt für mein neues Winterprojekt.
Mein Ziel für diesen Winter
In dieser Saison möchte ich M78 komplett neu aufnehmen – diesmal mit besseren Aufnahmebedingungen und deutlich mehr Belichtungszeit.
Geplant sind eine bis zwei klare Winternächte im Odenwald bei Mudau, einem meiner bevorzugten Orte mit guter Dunkelheit und ruhigem Himmel.
Durch längere Belichtungen erhoffe ich mir:
- deutlich mehr Details in den Reflexionsstrukturen
- feinere Staubfilamente
- einen wesentlich besseren Signal-Rausch-Abstand
- ein insgesamt deutlich saubereres und kontrastreicheres Endergebnis
Warum M78 besonders ist
Der M78-Nebel ist Teil des großen Orion-Molekülkomplexes. Feiner interstellarer Staub reflektiert das Licht junger Sterne und erzeugt die markante bläuliche Färbung, die bei langen Belichtungen besonders zur Geltung kommt. Aufgrund seiner zarten Staubstrukturen ist dieses Objekt ein ideales Winterprojekt.
Ausrüstung und Aufnahmebedingungen
Für die neue Aufnahme setze ich folgende Ausrüstung ein:
- Hauptkamera: ZWO ASI2600MC
- Teleskop: Sharpstar 420 mm f/2.8 hyperbolischer Astrograph mit Korrektor
- Guiding: ZWO ASI120M + 120 mm F3 Guidescope
- Montierung: ZWO AM5N
- Steuerung: ZWO ASIAIR PLUS
- Ort: Mudau, Odenwald – Bortle 3–4
Der extrem lichtstarke f/2.8-Astrograph ermöglicht besonders tiefes Eindringen in die Staubregionen von M78 – perfekt für ein Winterobjekt, das von klaren, kalten Nächten profitiert.
Ausblick
Ich freue mich darauf, M78 diesen Winter erneut ins Visier zu nehmen und die bereits veröffentlichte Version auf meiner Webseite durch eine wesentlich verbesserte Neuaufnahme zu ergänzen. Sobald die neuen Rohdaten gesammelt und verarbeitet sind, erscheint das Ergebnis direkt hier im Block.
NGC 1333 – Tiefe RGB-Astrofotografie des Embryonebels aus Mudau & Schneppenhausen
NGC 1333 – der Embryonebel im Sternbild Perseus – ist eine aktive Sternentstehungsregion, die von dichten Staubwolken, Reflexionsnebeln und jungen Sternobjekten geprägt ist. Diese Aufnahme entstand über zwei Nächte in Schneppenhausen und Mudau (Bortle 3–4) mit insgesamt 17 Stunden Belichtungszeit bei –7 °C. Mit einer ZWO ASI183MC, einem 420-mm-f/2.8-Astrographen und der ZWO AM5N Montierung wurde ein tiefes, hochauflösendes RGB-Bild erstellt, das die komplexen Strukturen des Nebels zeigt. Die Bildbearbeitung erfolgte professionell in PixInsight und Photoshop.
„Astrofotografie des Embryonebels NGC 1333 im Sternbild Perseus. Tiefes RGB-Bild mit feinen Staubstrukturen, Reflexionsnebel, dunklen Molekülwolken und klarer Sternabbildung. Aufnahme mit 420 mm f/2.8, ZWO ASI183MC und ZWO AM5N, 17 Stunden Belichtungszeit.“
Emotion & Erlebnis
Zurück unter dem Winterhimmel – 21.–22.11.2025
Nach fast zwei Monaten Pause ist es endlich wieder soweit: Am 21.–22.11.2025 fahre ich raus nach Mudau im Odenwald, einem meiner absoluten Lieblingsplätze mit Bortle 3–4. Die Bedingungen sind außergewöhnlich gut – nur 1 % Mond, glasklare Transparenz und bittere –7 °C, die den Himmel jedoch kristallrein machen.
Trotz der Kälte ist es dieses typische Gefühl: Stille, Dunkelheit, klare Luft – und die Vorfreude, wieder in ein neues Deep-Sky-Abenteuer einzutauchen.
Projektstart: NGC 1333 – Der Embryonebel
Der erste Aufbau nach der Pause galt NGC 1333, einer der spannendsten Sterngeburtsregionen des Winterhimmels. Die dunklen Staubwolken, bläulichen Reflexionsanteile und jungen stellaren Objekte machen dieses Gebiet extrem fotogen – aber auch anspruchsvoll.
Die Nacht vom 21.–22. November 2025 ist der perfekte Auftakt, um tiefe Belichtungen für dieses große Winterprojekt zu starten.
Technik & Ausrüstung
Ausrüstung am 21.–22.11.2025
- Kamera: ZWO-ASI183MC
- Teleskop: 420 mm f/2,8 Hypergraph
- Montierung: ZWO-AM5N Harmonic-Drive
- Guiding: ZWO-ASI120M + 180 mm f/4,5 Guidescope
- Steuerung: ZWO-ASIAIR
- Bedienung: iPad
- Ort: Mudau, Odenwald – Bortle 3–4
- Temperatur: –7 °C
- Mond: 1 %
Technische Ziele
- Tiefe Belichtungsserie über mehrere Winternächte
- Hochauflösende Darstellung der Staubfilamente
- Sichtbarkeit der YSOs (Young Stellar Objects)
- Maximale Lichtausbeute durch f/2,8
- Hohe Nachführgenauigkeit durch AM5N + ASIAIR