Deep-Sky-Astrofotografie – Technik für maximale Details im Universum
Deep-Sky-Astrofotografie erfordert eine exakt abgestimmte Kombination aus Optik, Kamera und Nachführung. Mit hochempfindlichen ZWO-Kameras (ASI2600MC, ASI183MC) und lichtstarken Sharpstar-Astrographen arbeite ich mit langen Belichtungen, präzisem Autoguiding und der ZWO-ASIAIR-Steuerung. Montierungen wie die ZWO-AM5N oder die SkyWatcher AZ-EQ6PRO sorgen für subpixelgenaue Nachführung selbst bei mehrstündigen Sessions.
Durch hunderte Einzelaufnahmen (Lights), Flats, Darks und Bias-Frames sowie moderner Software wie PixInsight, GraXpert und BlurXTerminator entstehen hochauflösende Bilder von Nebeln, Galaxien und Sternhaufen. Die Aufnahmen entstehen an dunklen Standorten wie dem Odenwald und meiner Sternwarte in Aljmas/Kroatien – ideale Bedingungen, um selbst feinste Strukturen farbreiner Deep-Sky-Objekte sichtbar zu machen.
LDN 1622 – Der geheimnisvolle Boogeyman-Nebel nahe Orion
LDN 1622 – Der geheimnisvolle Boogeyman-Nebel nahe Orion
Diese Aufnahme zeigt LDN 1622, einen dunklen Reflexions- und Staubnebel am Rand der Orion-Molekülwolke. Aufgrund seiner markanten Form wird das Objekt häufig als „Boogeyman Nebula“ bezeichnet.
LDN 1622 befindet sich nahe des hellen Sterns Alnitak, einem der markanten Gürtelsterne des Orion. Das intensive Sternlicht beleuchtet feine Staubwolken und erzeugt schwache Reflexionsstrukturen, während dichte Dunkelnebel große Bereiche des Hintergrunds verdecken.
Diese Dunkelnebel bestehen aus kaltem interstellarem Staub und Gas – Material, aus dem zukünftig neue Sterne entstehen können. Die Aufnahme zeigt eindrucksvoll den Kontrast zwischen schwachen Wasserstoffregionen, Reflexionsanteilen und komplexen Staubstrukturen innerhalb unserer Milchstraße.
Für dieses Bild wurden Rohdaten von Deep Sky West (DSW) in New Mexico
verwendet. Die außergewöhnlich dunklen Himmel der südlichen Hemisphäre und stabile atmosphärische Bedingungen ermöglichen die Erfassung feinster Staub- und Nebelstrukturen, die unter lichtverschmutztem Himmel oft verborgen bleiben.
Die Datenerfassung erfolgte mit einem Takahashi FSQ-106, einem weltweit geschätzten Astrographen mit exzellenter Feldkorrektur und hoher Schärfe – ideal für großflächige Nebelregionen und feine Staubstrukturen. Die finale Bearbeitung und Interpretation der Daten wurde von Astro Lazo durchgeführt, mit besonderem Fokus auf natürliche Staubstrukturen und schwache Nebeldetails.
LDN 1622 gehört zu den anspruchsvolleren Objekten der Astrofotografie: Dunkelnebel, Reflexionsanteile und feine Hα-Strukturen benötigen lange Belichtungszeiten sowie sorgfältige Bearbeitung.
Technische Daten
Objekt: LDN 1622 – Boogeyman Nebula
Objekttyp: Dunkelnebel / Reflexionsnebel / Sternentstehungsregion
Region: Orion-Molekülwolke
Rohdaten: Deep Sky West (New Mexico)
Teleskop: Takahashi FSQ-106
Bildbearbeitung: Astro Lazo
Software: PixInsight • Photoshop • Lightroom
Belichtungszeiten
Luminanz (L): 25 × 900 s → 6,25 h
Rot (R): 15 × 900 s → 3,75 h
Grün (G): 23 × 900 s → 5,75 h
Blau (B): 11 × 900 s → 2,75 h
Hα: 28 × 1800 s → 14 h
Gesamtbelichtungszeit: 32,5 Stunden
NGC 6188 – Die kämpfenden Drachen im Sternbild Ara
Diese Aufnahme zeigt NGC 6188, eine beeindruckende Emissionsnebelregion im Sternbild Ara (Altar), oft auch als „Fighting Dragons of Ara“ bezeichnet. Die markanten Gas- und Staubstrukturen erinnern an zwei drachenähnliche Formen und machen diese Region zu einem der faszinierendsten Sternentstehungsgebiete des südlichen Himmels.
NGC 6188 befindet sich etwa 4.000 Lichtjahre von der Erde entfernt und wird von jungen, massereichen Sternen energiereich bestrahlt. Ihre intensive Strahlung formt die umliegenden Wasserstoffwolken und erzeugt die leuchtenden Emissionsbereiche, die in dieser Aufnahme sichtbar werden.
Für dieses Bild wurden Rohdaten von Deep Sky West verwendet – einer renommierten Remote-Sternwarte unter außergewöhnlich dunklem Himmel in den USA. Solche Bedingungen ermöglichen die Erfassung feinster Nebel- und Staubstrukturen, die unter lichtverschmutztem Himmel oft verborgen bleiben.
Die Datenerfassung erfolgte mit einem Takahashi TOA-150 Apochromaten, bekannt für seine exzellente optische Qualität und hohe Detailauflösung. Die anschließende Bearbeitung und finale Interpretation der Daten wurde von Astro Lazo durchgeführt, mit dem Ziel, möglichst viele feine Strukturen sichtbar zu machen und dennoch natürliche Übergänge im Nebel zu erhalten.
Die Aufnahme vereint aktive Sternentstehung, interstellare Staubwolken und energiereiche Wasserstoffregionen – ein eindrucksvoller Blick in die dynamischen Prozesse unserer Milchstraße.
Technische Daten
Objekt: NGC 6188 – Fighting Dragons of Ara
Objekttyp: Emissionsnebel / Sternentstehungsregion
Sternbild: Ara (Altar)
Entfernung: ca. 4.000 Lichtjahre
Rohdaten: Deep Sky West (USA)
Teleskop: Takahashi TOA-150
Bildbearbeitung: Astro Lazo
Software: PixInsight • Photoshop • Lightroom
Belichtungszeiten (LRGB):
Luminanz (L): 24 × 900 s → 6 h
Rot (R): 24 × 900 s → 6 h
Grün (G): 14 × 900 s → 3,5 h
Blau (B): 19 × 900 s → 4,75 h
Gesamtbelichtungszeit: 20,25 Stunden
NGC 6726 – Die geheimnisvolle Anteater-Nebelregion in Corona Australis
Diese Aufnahme zeigt die faszinierende Region rund um NGC 6726 und NGC 6727 im Sternbild Corona Australis (Südliche Krone) – eine beeindruckende Kombination aus blauen Reflexionsnebeln, dunklen Staubwolken und jungen Sternentstehungsgebieten. Die markanten Dunkelnebel durchziehen große Teile des Bildes und bestehen aus interstellarem Staub, aus dem zukünftige Sterne entstehen können.
Besonders auffällig sind die feinen Staubstrukturen und das natürliche Farbspiel zwischen den bläulich reflektierenden Nebeln und den warmen Brauntönen der Dunkelwolken. Im oberen rechten Bereich ist zusätzlich der Kugelsternhaufen NGC 6723 sichtbar – eine Ansammlung uralter Sterne, die einen eindrucksvollen Kontrast zu den jungen Sternentstehungsregionen bildet.
Für dieses Bild wurden Rohdaten von Deep Sky West verwendet – einer bekannten Remote-Sternwarte unter außergewöhnlich dunklem Himmel in den USA. Solche Bedingungen ermöglichen Aufnahmen feinster Details und schwacher Staubstrukturen, die unter lichtverschmutztem Himmel oft verborgen bleiben.
Die Daten entstanden mit einem Takahashi TOA-150 Apochromaten, einem Teleskop, das für seine exzellente optische Qualität und hohe Detailauflösung geschätzt wird. Die anschließende Bildbearbeitung erfolgte durch Astro Lazo, mit dem Ziel, die natürlichen Farben, die komplexen Staubstrukturen und die Tiefe dieser Region möglichst authentisch sichtbar zu machen.
Dieses Bild vereint verschiedene Phasen kosmischer Entwicklung in einem einzigen Bildfeld: dichte Staubwolken als mögliche Geburtsorte neuer Sterne, junge Reflexionsnebel und uralte Sternpopulationen.
Warum ist M13 besonders?
Der Kugelsternhaufen Messier 13 zählt zu den bekanntesten und beeindruckendsten Objekten des nördlichen Nachthimmels.
Er befindet sich im Sternbild Herkules und ist etwa 22.000 Lichtjahre von der Erde entfernt.
M13 enthält mehrere hunderttausend Sterne, die durch ihre gegenseitige Gravitation eng zusammengehalten werden. Besonders faszinierend ist der extrem dichte Kernbereich, in dem die Sterne so nahe beieinander stehen, dass sie visuell fast zu verschmelzen scheinen.
Seit Jahrhunderten gehört M13 zu den beliebtesten Beobachtungsobjekten für Astronomen und Astrofotografen. Selbst mit kleineren Teleskopen zeigt der Kugelsternhaufen bereits beeindruckende Strukturen und eine enorme Sternfülle.
Planung der Aufnahme
Vor Beginn der Aufnahmesession wurde die Position von
Messier 13
im Sternbild Herkules mit einer Himmelsatlas-App exakt geplant.
Der Kugelsternhaufen befindet sich zwischen den markanten Sternen des Sternbilds Herkules und erreicht in den späten Nachtstunden eine günstige Position nahe des Meridians. Dadurch steht das Objekt besonders hoch über dem Horizont, was die Auswirkungen von Luftunruhe und atmosphärischer Abschwächung reduziert.
Die dargestellte Positionierung half dabei, den optimalen Aufnahmezeitpunkt trotz Vollmondbedingungen zu bestimmen. Gerade bei hellen Nächten ist eine präzise Planung wichtig, um möglichst viel Kontrast und Sternauflösung zu erhalten.
Die Kombination aus digitaler Himmelskarte, automatischem GoTo-System der Seestar S50 und mehreren Stunden Belichtungszeit ermöglichte eine stabile und detailreiche Aufnahme des berühmten Kugelsternhaufens.
Iive Stacking / M13 Großer Herkules Kugelsternhaufen / Seestar S50
2 Minuten Belichtungszeit
Bereits nach den ersten zwei Minuten wird der helle Kern von
Messier 13
sichtbar. Die ersten Sterne des Kugelsternhaufens beginnen sich vom Hintergrund abzuheben, während der Himmel durch den Vollmond noch stark aufgehellt erscheint.
Diese frühe Phase zeigt sehr gut, wie schnell helle Kugelsternhaufen selbst mit einem Smart-Teleskop sichtbar werden können.
1 Stunde Belichtungszeit
Nach etwa einer Stunde Integrationszeit verbessert sich die Sternauflösung bereits deutlich.
Immer mehr Einzelsterne werden sichtbar und der Hintergrund beginnt ruhiger zu wirken.
Die Struktur des Kugelsternhaufens entwickelt nun mehr Tiefe, während die hohe Sternendichte im Zentrum immer deutlicher hervortritt.
2 Stunden Belichtungszeit
Mit zunehmender Belichtungszeit steigt das Signal-Rausch-Verhältnis sichtbar an.
Der Hintergrund wird sauberer und schwächere Sterne erscheinen zunehmend im Bildfeld.
Besonders die äußeren Bereiche von M13 zeigen nun feinere Sternketten und eine deutlich bessere Trennung einzelner Sterne.
3 Stunden Belichtungszeit
Nach über drei Stunden Belichtungszeit erreicht der Live-Stack eine deutlich höhere Detailtiefe.
Der Kugelsternhaufen wirkt kompakter und gleichzeitig besser aufgelöst, während immer mehr Sterne im Außenbereich sichtbar werden.
Die Entwicklung zeigt eindrucksvoll, wie zusätzliche Integrationszeit selbst unter Vollmondbedingungen zu einer spürbaren Qualitätssteigerung führt. Gerade Kugelsternhaufen profitieren stark von längeren Belichtungszeiten und ruhigem Stacking.
Seestar S50 Live-Stack Ergebnis – Messier 13
Dieses Bild zeigt den automatisch gestackten Live-Stack von
Messier 13
direkt aus der Seestar S50 nach insgesamt 187 Minuten Belichtungszeit.
Bereits im unbearbeiteten Stack wird die enorme Sternendichte des Kugelsternhaufens sichtbar. Besonders beeindruckend ist der helle Kernbereich, in dem sich mehrere hunderttausend Sterne auf engstem Raum befinden.
Trotz Vollmondbedingungen konnte durch die lange Integrationszeit eine erstaunliche Detailtiefe erreicht werden. Mit jeder weiteren Minute Belichtungszeit verbesserte sich das Signal-Rausch-Verhältnis sichtbar, wodurch immer mehr Einzelsterne und feinere Strukturen im Außenbereich des Sternhaufens erschienen.
Das Bild zeigt eindrucksvoll, wie leistungsfähig moderne Smart-Teleskope inzwischen geworden sind. Selbst unter schwierigen Bedingungen ermöglichen Systeme wie die Seestar S50 detailreiche Deep-Sky-Aufnahmen mit vergleichsweise einfacher Bedienung.
Messier M13 Großer Herkules Kugelsternhaufen– Final Image
Dieses finale Bild zeigt den berühmten Kugelsternhaufen
Messier 13
im Sternbild Herkules nach der vollständigen Nachbearbeitung in PixInsight, Photoshop und Lightroom.
Der etwa 22.000 Lichtjahre entfernte Kugelsternhaufen enthält mehrere hunderttausend Sterne, die durch ihre gegenseitige Gravitation eng zusammengehalten werden. Besonders beeindruckend ist die enorme Sternendichte im Zentrum, wo die Sterne scheinbar zu einem einzigen leuchtenden Kern verschmelzen.
Die Aufnahme entstand mit der Seestar S50 unter Vollmondbedingungen. Trotz des stark aufgehellten Nachthimmels konnten durch mehrere Stunden Belichtungszeit und sorgfältige Bildbearbeitung zahlreiche Einzelsterne sowie feine Strukturen im Außenbereich sichtbar gemacht werden.
Im Vergleich zum ursprünglichen Live-Stack zeigt das finale Bild:
deutlich ruhigeren Hintergrund,
bessere Sterntrennung,
stärkeren Kontrast,
und sichtbar feinere Details im Kugelsternhaufen.
Die Bearbeitung erfolgte mit Fokus auf natürliche Sternfarben und eine möglichst authentische Darstellung des Objekts. Gerade Kugelsternhaufen profitieren stark von längerer Integrationszeit und präziser Nachbearbeitung, da dadurch immer mehr schwächere Sterne sichtbar werden.
Aufnahme-Daten
Objekt: Messier 13
Teleskop: Seestar S50
Gesamtbelichtungszeit: 187 Minuten
Einzelbelichtungen: 20 Sekunden
Bedingungen: Vollmond
Standort: Schneppenhausen, Deutschland
Bearbeitung: PixInsight, Photoshop, Lightroom
Aufnahme: Mai 2026
NGC 4565 Needle Galaxy – 4h RGB Seestar S50 Astrofotografie aus Hessen / Schneppenhausen
Die berühmte Needle Galaxy (NGC 4565) zeigt sich in dieser Aufnahme als extrem schlanke Spiralgalaxie, die wir exakt von der Seite betrachten.
Das markante dunkle Staubband durchzieht klar sichtbar das Zentrum und verleiht der Galaxie ihre charakteristische Struktur.
Trotz der lichtverschmutzten Bedingungen in Schneppenhausen konnte durch lange Gesamtbelichtung und präzises Stacking eine erstaunliche Detailtiefe erreicht werden.
Im Hintergrund sind zahlreiche schwache Galaxien zu erkennen – ein eindrucksvoller Hinweis auf die enorme Tiefe des Universums.
Aufnahmedaten:
Schneppenhausen, Deutschland
22.05.2026
4 Stunden RGB
20 Sekunden Sub-Frames
Seestar S50 (EQ-Modus)
Bortle 6
Bildbearbeitung:
PixInsight • Photoshop • Lightroom
M81 & M82 – Zwei Galaxien, zwei Extreme
M81 & M82 – Zwei Galaxien, zwei Extreme
Diese Aufnahme zeigt das faszinierende Galaxienpaar M81 und M82 im Sternbild Großer Bär – zwei Galaxien, die trotz ihrer Nähe völlig unterschiedliche Eigenschaften besitzen.
M81 präsentiert sich als klassische Spiralgalaxie mit eleganten, klar definierten Armen und feinen Strukturen. In ihren Spiralarmen sind zarte rötliche Wasserstoffregionen sichtbar, die aktive Sternentstehungsgebiete markieren.
Im starken Kontrast dazu steht M82: eine sogenannte Starburst-Galaxie. Gewaltige Prozesse im Inneren treiben energiereiche Gasströme ins All, die als rötliche Auswürfe deutlich erkennbar sind. Diese Strukturen sind das Ergebnis intensiver Sternentstehung und verleihen der Galaxie ihr charakteristisches, aufgewühltes Erscheinungsbild.
Im unteren Bereich des Bildes ist zudem die Begleitgalaxie NGC 3077 zu erkennen, die zusammen mit M81 und M82 eine gravitativ gebundene Galaxiengruppe bildet.
Die Aufnahme entstand im März 2026 in meiner Sternwarte in Aljmaš, Kroatien, unter sehr dunklem Himmel. Durch die Kombination aus Langzeitbelichtung im RGB-Bereich und zusätzlicher Hα-Schmalbandaufnahme konnten sowohl natürliche Farben als auch feine Emissionsstrukturen sichtbar gemacht werden.
Aufnahmedaten
Gesamtbelichtungszeit: 31 Stunden
→ 21 Stunden RGB
→ 10 Stunden Hα (Schmalband)
Aufnahmeort: Aljmaš, Kroatien
Zeitraum: März 2026
Aufnahme-Setup
SkyWatcher 130PDS (f/5 Newton)
ZWO AM5N Montierung
ZWO ASI2600MC Pro
Optolong L-eXtreme Schmalbandfilter
ZWO ASIAIR PLUS Steuerung
Bildbearbeitung
PixInsight
GraXpert
NoiseXTerminator
BlurXTerminator
StarXTerminator
Adobe Photoshop
Adobe Lightroom
Astrofotografie - März 2026 - Kroatien Aljmaš - M51 Whirlpool Galaxie
Eine kosmische Begegnung
M51 befindet sich in etwa 23 Millionen Lichtjahren Entfernung im Sternbild Jagdhunde (Canes Venatici). Besonders faszinierend ist die gravitative Wechselwirkung mit ihrer Begleitgalaxie NGC 5195, die maßgeblich für die ausgeprägten Spiralarme verantwortlich ist.
Durch diese kosmische Interaktion entstehen intensive Sternentstehungsprozesse, die sich im Bild durch rötliche Wasserstoffregionen (Hα) entlang der Spiralarme sichtbar machen.
Bilddetails & Tiefe
Die Kombination aus RGB- und Hα-Daten ermöglicht eine besonders kontrastreiche Darstellung:
Feine Staubstrukturen im Zentrum und entlang der Spiralarme
Aktive Sternentstehungsregionen durch Hα hervorgehoben
Schwache Halo-Strukturen und Hintergrundgalaxien im gesamten Bildfeld
Natürliche Farbbalance mit subtiler Betonung astrophysikalischer Prozesse
Das Ziel dieser Aufnahme war es, die Galaxie nicht nur ästhetisch darzustellen, sondern auch ihre physikalische Dynamik und Tiefe sichtbar zu machen.
Persönlicher Eindruck
Diese Aufnahme ist für mich mehr als nur ein weiteres Deep-Sky-Objekt.
M51 zeigt eindrucksvoll, wie dynamisch und lebendig unser Universum ist – eine Galaxie im Wandel, geformt durch gravitative Kräfte über Millionen von Jahren.
Unter dem dunklen Himmel Kroatiens konnte ich diese Tiefe einfangen und einen kleinen Blick in diese gewaltige kosmische Interaktion ermöglichen.
Aufnahme & Technik
Ort: Aljmaš, Kroatien
Gesamtbelichtung: 31 Stunden
21h RGB
10h Hα
Aufnahmesystem:
ZWO AM5N
130 PDS Skywatcher
ASI2600MC • ASIAIR PLUS
Bildbearbeitung:
PixInsight
GraXpert
NoiseXTerminator
BlurXTerminator
StarXTerminator
Adobe Photoshop
Adobe Lightroom
Photoshop
Lightroom
LDN 1355 – The Helping Hand | Dunkelnebel-Astrofotografie aus dem Odenwald
LDN 1355, auch bekannt als The Helping Hand, ist ein extrem lichtschwacher Dunkelnebel im Sternbild
Cassiopeia.
Dieses Deep-Sky-Projekt wurde ab dem 18. Januar 2026 von einem dunklen Beobachtungsstandort in Mudau im Odenwald aus realisiert.
Mit einer Gesamtbelichtungszeit von 21,6 Stunden, einer Sensortemperatur von −20 °C, nahezu mondlosem Himmel (1 %) und einem hervorragenden SQM-Wert von 21,34 konnten feinste interstellare Staubstrukturen sichtbar gemacht werden.
Die sehr niedrige Außentemperatur von −5 °C unterstreicht die anspruchsvollen Bedingungen, unter denen dieses Bild entstanden ist.
Dieses Foto steht exemplarisch für geduldige und detailorientierte Dunkelnebel-Astrofotografie.
Equipment & Data:
ZWO AM5N • Sharpstar 61EDPH II + Reducer (≈275 mm f/4.5)
ASI2600MC • ASIAIR PLUS
Total exposure: 21.6 h
Sensor temperature: −20 °C
Moon phase: 1% • SQM 21.34
Ambient temperature: −5 °C
Mehr als ein Ziel : Parallele Aufnahmen während der LDN-1355 Session / Seestar S50
Messier 3 – Kugelsternhaufen (M3)
Während der Hauptaufnahmen der Staubregion LDN 1355 – The Helping Hand war parallel die Seestar S50 aufgebaut und sammelte Daten vom Kugelsternhaufen Messier 3 (M3).
Insgesamt wurden 354 Einzelbilder à 10 Sekunden aufgenommen, was eine Gesamtbelichtungszeit von 59 Minuten ergibt.
Messier 101 – Feuerradgalaxie (M101)
Dieses Bild von Messier 101 entstand ebenfalls während derselben Nacht wie die Hauptaufnahmen der Staubregion LDN 1355 – The Helping Hand.
Einer der großen Vorteile der Seestar S50 ist, dass man sich parallel auch andere Objekte anschauen und aufnehmen kann – ganz ohne aufwendigen Aufbau oder zusätzlichen Aufwand.
Messier 51 – Whirlpool-Galaxie (M51)
Dieses Bild der Messier 51 entstand ebenfalls während derselben Session wie die Hauptaufnahmen der Staubregion LDN 1355 – The Helping Hand.
Parallel zum Hauptprojekt konnte mit der Seestar S50 ohne großen zusätzlichen Aufwand ein weiteres Deep-Sky-Objekt aufgenommen werden.
NGC 2237 – Rosettennebel
Dieses Bild von NGC 2237 entstand während derselben Aufnahmesession von
LDN 1355 – The Helping Hand,
mit dem System Seestar S50.
Während das Hauptsystem Langzeitbelichtungen sammelte, konnten parallel weitere Objekte erkundet und aufgenommen werden, ohne den eigentlichen Aufnahmeablauf zu unterbrechen.
ASIAIR im Aufnahmebetrieb / Guiding / Planung / LDN1355 - The Helping Hand / Astrofotografie Odenwald - Mudau / Astro Lazo
Aufnahmebetrieb mit ASIAIR PLUS
Dieses Bild zeigt den aktiven Aufnahmebetrieb während des Projekts LDN 1355 – The Helping Hand.
Die Steuerung erfolgte vollständig über das ASIAIR PLUS, inklusive Guiding, Belichtungsüberwachung und Kamerakontrolle.
Die stabile Nachführung und das ruhige Guiding waren entscheidend, um über viele Stunden hinweg saubere Einzelbelichtungen für diesen extrem schwachen Dunkelnebel zu sammeln.
📍 Aufnahmeort: Mudau im Odenwald
❄️ Außentemperatur: −5 °C
📷 Kamera: ASI2600MC (−20 °C)
Himmelsposition von LDN 1355
Die Sternkarte zeigt die Position von LDN 1355 im Sternbild Cassiopeia, nahe der Milchstraße.
Der markierte Bildausschnit stellt das tatsächliche Aufnahmefeld dar und verdeutlicht die Einbettung des Dunkelnebels in ein weitläufiges Staub- und Sternfeld.
Solche Karten sind ein wichtiges Planungswerkzeug, um Ausrichtung, Bildfeld und Objektlage präzise vorzubereiten.
⭐ Sternbild: Cassiopeia
🌌 Objekt: LDN 1355 (The Helping Hand)
Aufnahme-Setup – LDN 1355 „The Helping Hand“
Mit dieser mobilen Astrofotografie-Ausrüstung entstand die Aufnahme der Dunkelstaubregion LDN 1355 – The Helping Hand.
Das Setup wurde unter sehr guten Dunkelhimmelbedingungen eingesetzt und lief über mehrere Nächte stabil und zuverlässig.
Ausrüstung & Daten:
ZWO AM5N • Sharpstar 61EDPH II + Reducer (≈275 mm f/4.5)
ASI2600MC • ASIAIR PLUS
Gesamtbelichtung: 21,6 Stunden
Sensortemperatur: −20 °C
Mondphase: 1 % • SQM 21,34
Außentemperatur: −5 °C
Dieses Setup ermöglichte die detailreiche Erfassung feinster Staubstrukturen unter anspruchsvollen winterlichen Bedingungen.
Orionnebel M42 / Seestar S50 / Mosaikmodus vs. Standartaufnahme
Orionnebel M42 – Mosaikmodus vs. Standardaufnahme mit der Seestar S50
Beide Aufnahmen wurden mit identischer Belichtungszeit erstellt (540 × 10 s = 1,5 Stunden).
Der sichtbare Unterschied entsteht ausschließlich durch den verwendeten Aufnahmemodus.
Links: Mosaikmodus – mehrere Bildfelder werden automatisch zusammengesetzt und zeigen den Orionnebel in deutlich größerer Ausdehnung.
Rechts: Standardaufnahme – alle Bilder stammen aus einem festen Bildfeld, wodurch der Fokus stärker auf dem hellen Kern liegt.
Dieser Vergleich zeigt eindrucksvoll, wie stark der neue Mosaikmodus das Einsatzspektrum der Seestar S50 erweitert.
Seestar S50 EQ-Modus/NGC281 Pac-Man Nebel /Astro Lazo
Seestar S50: Original vs. PixInsight & Photoshop
Dieser Vergleich zeigt den Pacman-Nebel (NGC 281), aufgenommen mit dem kompakten Seestar S50 Smart-Teleskop im neuen EQ-Modus.
Die Aufnahme entstand mit einem LV-Filter und einer Gesamtbelichtungszeit von 6,3 Stunden, was eine deutlich verbesserte Nachführgenauigkeit und eine saubere Herausarbeitung der Emissionsstrukturen ermöglicht.
Links ist das original gestackte Bild, so wie es direkt vom Seestar-System erzeugt wird.
Rechts sieht man dieselben Bilddaten nach einer fortgeschrittenen Nachbearbeitung mit PixInsight und Photoshop, bei der feinere Strukturen, höherer Kontrast und subtile Details im Nebel sichtbar werden.
Der Pacman-Nebel ist ein Emissionsnebel im Sternbild Kassiopeia und etwa 9.500 Lichtjahre von der Erde entfernt.
Dieses Beispiel zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial moderne Smart-Teleskope bieten – insbesondere durch den EQ-Modus, lange Gesamtbelichtungszeiten und sorgfältige manuelle Bildbearbeitung.
Ausrüstung & Bildbearbeitung
Teleskop: Seestar S50
Modus: Neuer EQ-Modus
Filter: LV-Filter
Gesamtbelichtung: 6,3 Stunden
Aufnahme: Automatisierter Smart-Teleskop-Workflow
Bildbearbeitung: PixInsight & Adobe Photoshop
Deep-Sky-Fotografie trotz schlechtem Wetter – M1 mit dem SeeStar S50
Story & Wetterlage
Deep-Sky-Fotografie trotz schwieriger Wetterbedingungen
Astrofotografie lebt von Geduld – doch manchmal schenkt der Himmel nur kurze Chancen.
Dieses Bild des Krebsnebels (Messier 1) entstand bei sehr wechselhafter Wetterlage mit dichter Bewölkung und nur etwa zwei Stunden aufgelockerter Wolkendecke.
Dank des SeeStar S50 Smart-Teleskops konnte ich diese kurze Wetterlücke optimal nutzen. Das System war innerhalb weniger Minuten einsatzbereit, richtete sich automatisch aus und begann selbstständig mit der Aufnahme. Trotz der schwierigen Bedingungen entstand ein Deep-Sky-Bild, das zeigt, dass selbst bei schlechtem Wetter beeindruckende Ergebnisse möglich sind.
Dieses Projekt beweist: Auch kurze Aufklarungen können für Astrofotografie genutzt werden – ideal für spontane Nächte, Balkon-Astrofotografie oder unbeständiges Wetter.
Objekt & Technik
Messier 1 – Der Krebsnebel
Der Krebsnebel (M1) ist der Überrest einer Supernova, die im Jahr 1054 n. Chr. von chinesischen Astronomen dokumentiert wurde. Er befindet sich rund 6.500 Lichtjahre entfernt im Sternbild Stier und zeigt ein faszinierendes Netzwerk aus leuchtenden Gasfilamenten, angetrieben von einem schnell rotierenden Pulsar im Zentrum.
Für diese Aufnahme wurden 619 Einzelbilder à 10 Sekunden gesammelt.
Trotz der kurzen Gesamtzeit und der wechselnden Wolkendecke liefert das kompakte Smart-Teleskop erstaunlich viele Details und Farben – ein Ergebnis, das zum Staunen einlädt und die Möglichkeiten moderner All-in-One-Astrofotografie eindrucksvoll zeigt.
NGC 1333 – hochauflösende RGB-Astrofotografie des Embryonebels im Sternbild Perseus. Sichtbare Staubwolken, Reflexionsnebel und junge Sternobjekte, aufgenommen mit 420 mm f/2.8, ZWO ASI183MC und ZWO AM5N über 17 Stunden Belichtungszeit in Schneppenhausen und Mudau
NGC 1333 – der Embrionebel im Sternbild Perseus – ist eine aktive Sternentstehungsregion, die von dichten Staubwolken, Reflexionsnebeln und jungen Sternobjekten geprägt ist. Diese Aufnahme entstand über zwei Nächte in Schneppenhausen und Mudau (Bortle 3–4) mit insgesamt 17 Stunden Belichtungszeit bei –7 °C. Mit einer ZWO ASI183MC, einem 420-mm-f/2.8-Astrographen und der ZWO AM5N Montierung wurde ein tiefes, hochauflösendes RGB-Bild erstellt, das die komplexen Strukturen des Nebels zeigt. Die Bildbearbeitung erfolgte professionell in PixInsight und Photoshop.
Projekt & Aufnahmedaten
NGC 1333 – Projektbeschreibung
Das Deep-Sky-Projekt wurde an zwei aufeinanderfolgenden Nächten aufgenommen:
- 21.11.2025 – Schneppenhausen (Bortle 5-6)
• 140 × 180 Sekunden
• Gesamt: 7 Stunden RGB
• Temperatur: –7 °C - 22.11.2025 – Mudau, Odenwald (Bortle 3–4)
• 200 × 180 Sekunden
• Gesamt: 10 Stunden RGB
• Temperatur: –7 °C
Gesamtbelichtungszeit: 17 Stunden
Eine Sternkarte wurde zur Orientierung hinzugefügt.
Eingesetzte Ausrüstung
- Kamera: ZWO ASI183MC
- Teleskop: 420 mm f/2.8 Newton-Astrograph
- Montierung: ZWO AM5N
- Guiding-Kamera: ZWO ASI120M
- Guidescope: 274 mm f/5
- Steuerungssystem: ZWO ASIAIR PLUS
- Bedienung: iPad
- Software: PixInsight & Photoshop
- Frostfoto dokumentiert die Aufnahmebedingungen
Analyse & Technisches Ergebnis
Bildmerkmale
- Hohe Tiefenauflösung durch 17 Stunden Belichtungszeit
- Feine Darstellung der Staubwolken und Reflexionsnebel
- RGB-Daten sehr homogen und rauscharm
- Kleine, saubere Sternabbildung
- Exakte Farbkalibrierung
- Gute Sichtbarkeit von Jets, dunklen Molekülwolken und YSOs
- Stabile Nachführung durch die AM5N
Technisches Fazit
Die Daten vom 21.11.2025 und 22.11.2025 zeigen eine hervorragende Qualität.
Das lichtstarke f/2.8-System, die AM5N-Montierung und die lange Belichtungszeit erzeugen ein tiefes, detailreiches RGB-Bild des Embryonebels. Die Bearbeitung in PixInsight und Photoshop ist sauber, mit ausgezeichnetem Signal-Rausch-Verhältnis und klar definierten Nebelstrukturen.
Das Endergebnis entspricht hohem Deep-Sky-Standard und zeigt eine technisch einwandfreie Astrofotografie von NGC 1333.
Sternkarte aus der ASIAIR-App zur Ausrichtung des NGC-1333-Projekts. Die Karte zeigt die Position im Sternbild Perseus mit Bezug zu Capella, dem Zenit, den Plejaden und Uranus – ideal zur präzisen Objektplanung in den Nächten des 21. und 22.11.2025.
Die eisige Aufnahmesituation am 21.–22.11.2025: Bei –7 °C war das komplette Setup – Newton 420 mm f/2.8, ZWO ASI183MC und AM5N-Montierung – vollständig von Reif überzogen. Trotz der extremen Bedingungen lief das System stabil und ermöglichte die langen RGB-Belichtungen für das NGC-1333-Projekt.
Astrofotografie Odenwald – Orionnebel M42 – Deep-Sky-Fotografie Deutschland – Astro Lazo
Der Orionnebel M42 wurde am 03. Januar 2024 bei –4 °C unter dem dunklen Himmel von Mudau im Odenwald aufgenommen. Über 9 Stunden Gesamtbelichtung – bestehend aus 270 Einzelaufnahmen à 120 Sekunden – zeigen die Sternentstehungsgebiete, Gasstrukturen und die hellen Kernbereiche dieser eindrucksvollen Sternenwiege.
Aufnahmedaten & Ort
Aufnahmezeitraum
- Datum: 03. Januar 2024
- RGB-Belichtung: 9 Std Gesamt
- Einzelaufnahmen: 270 × 120 s
Aufnahmeort
- Mudau · Odenwald (Deutschland)
- Himmelsqualität: Bortle 3–4
- Temperatur: –4 °C
- Betrieb: 2-kW Batterie (Heizdecke + Kamera)
Objekt
- M42 – Orionnebel
- Region: Orion-Molekülwolke
- Typ: Emissions- & Reflexionsnebel
- Entfernung: ca. 1.350 Lichtjahre
Ausrüstung & Software
Kamera & Optik
- Kamera: ZWO ASI2600MC
- Teleskop: SharpStar 150 mm f/2,8 Hypergraph
Guiding
- Guidingkamera: ZWO ASI120M
- Guidescope: 120 mm f/3
Montierung & Steuerung
- Montierung: ZWO AM5N
- Steuerung: ZWO ASIAIR PLUS
Bildbearbeitung
- PixInsight
- Photoshop
Astrofotografie Odenwald – M78 Reflexionsnebel – Deep-Sky-Fotografie Deutschland – Astro Lazo
Der Reflexionsnebel M78 wurde am 04. März 2025 unter dem dunklen Himmel von Mudau im Odenwald aufgenommen. Trotz einer relativ kurzen Belichtungszeit von nur 3 Stunden – mit 60 Aufnahmen à 180 Sekunden – gelang es, feine Staubstrukturen, dunkle Nebelbereiche und die charakteristische blaue Leuchtkraft des Reflexionsnebels sichtbar zu machen.
Aufnahmedaten & Ort
Aufnahmezeitraum
- Datum: 04. März 2025
- RGB-Belichtung: 3 Std Gesamt
- Einzelaufnahmen: 60 × 180 s
Aufnahmeort
- Mudau · Odenwald (Deutschland)
- Himmelsqualität: Bortle 3–4
Objekt
- Messier 78 (M78)
- Typ: Reflexionsnebel
- Sternbild: Orion
- Entfernung: ca. 1.600 Lichtjahre
Ausrüstung & Software
Kamera & Optik
- Hauptkamera: ZWO ASI2600MC
- Teleskop: SharpStar 150 mm f/2,8 Hypergraph
Guiding
- Guidingkamera: ZWO ASI120M
- Guidescope: 120 mm f/3
Montierung & Steuerung
- Montierung: ZWO AM5N
- Steuerungssystem: ZWO ASIAIR PLUS
Bildbearbeitung
- PixInsight
- Photoshop
Astrofotografie Odenwald – Pferdekopfnebel IC 434 – Deep-Sky-Fotografie Deutschland – Astro Lazo
Der Pferdekopfnebel (IC 434) wurde am 01. und 02. November 2024 unter dem dunklen Odenwaldhimmel bei Mudau aufgenommen. Aufgrund der starken Lichtverschmutzung (Bortle 6) in der Nähe von Darmstadt lege ich für solche Aufnahmen regelmäßig 100 Kilometer zurück, um im Bortle-3/4-Gebiet optimale Bedingungen zu finden.
Aufnahmedaten & Ort
Aufnahmezeitraum
- Datum: 01. & 02. November 2024
- RGB-Belichtung: 13 Std Gesamt
- Einzelaufnahmen: 390 × 120 s
Aufnahmeort
- Mudau · Odenwald (Deutschland)
- Himmelsqualität: Bortle 3–4
- Anfahrt: ≈ 100 km aus dem lichtverschmutzten Gebiet bei Darmstadt (Bortle 6)
Objekt
- IC 434 – Pferdekopfnebel
- Typ: Dunkelnebel vor Emissionsnebel
- Entfernung: ca. 1.350 Lichtjahre
- Sternbild: Orion
Ausrüstung & Software
Kamera & Optik
- Hauptkamera: ZWO ASI2600MC
- Teleskop: SkyWatcher 130 mm f/5 Newton
Guiding
- Guidingkamera: ZWO ASI120M
- Guidescope: 120 mm f/3
Montierung & Steuerung
- Montierung: SkyWatcher AZ-EQ6GT
- Steuerungssystem: ZWO ASIAIR PLUS
Bildbearbeitung
- PixInsight
- Adobe Photoshop
Astrofotografie Kroatien – NGC 6914 im Sternbild Schwan – Deep-Sky-Fotografie Europa – Astro Lazo
NGC 6914 ist ein farbenprächtiger Nebelkomplex im Sternbild Schwan und wurde am 06. September 2025 in meiner privaten Sternwarte in Aljmaš (Kroatien) aufgenommen. Über 8 Stunden RGB-Belichtung – bestehend aus 160 Aufnahmen à 180 Sekunden – zeigen die tiefen blauen Reflexionsnebel, die roten Emissionsgebiete sowie die dunklen Staubwolken der Cygnus-Molekülwolke.
Aufnahmedaten & Ort
Aufnahmezeitraum
- Datum: 06. September 2025
- RGB-Belichtung: 8 Std Gesamt
- Einzelaufnahmen: 160 × 180 s
Aufnahmeort
- Private Sternwarte Aljmaš · Kroatien
- Himmelsqualität: Bortle 3–4
Objekt
- NGC 6914
- Typ: Emissions- & Reflexionsnebelkomplex
- Sternbild: Schwan (Cygnus)
- Entfernung: ca. 6.000 Lichtjahre
- Region: Cygnus-Molekülwolke, nahe Nordamerikanebel
Ausrüstung & Software
Kamera & Optik
- Hauptkamera: ZWO ASI2600MC
- Teleskop: SharpStar 150 mm f/2,8 Hypergraph
Guiding
- Guidingkamera: ZWO ASI120M
- Guiding Scope: 120 mm f/3
Montierung & Steuerung
- Montierung: ZWO AM5N
- Steuerungssystem: ZWO ASIAIR PLUS
Bildbearbeitung
- PixInsight
- Adobe Photoshop
rofotografie Kroatien – Blasennebel NGC 7635 – Deep-Sky-Fotografie Europa – Astro Lazo
Der Blasennebel NGC 7635 wurde am 02. September 2025 in meiner privaten Sternwarte in Aljmaš (Kroatien) aufgenommen.
Über 8 Stunden RGB-Belichtung – verteilt auf 160 Einzelaufnahmen à 180 Sekunden – entstanden die feinen Strukturen der vom Sternwind erzeugten Gasblase, die sich inmitten des Sternbilds Kassiopeia befindet.
Aufnahmedaten & Ort
Aufnahmezeitraum
- Datum: 02. September 2025
- RGB-Belichtung: 8 Std Gesamt
- Einzelaufnahmen: 160 × 180 s
Aufnahmeort
- Private Sternwarte Aljmaš · Kroatien
- Himmelsqualität: Bortle 3–4
Objekt
- NGC 7635 – Blasennebel
- Objekttyp: Emissionsnebel
- Sternbild: Kassiopeia
- Entfernung: ca. 7.100 Lichtjahre
- Bekannter Bestandteil: Ionisierte Gasblase durch starken Sternwind
Ausrüstung & Software
Kamera & Optik
- Kamera: ZWO ASI2600MC
- Teleskop: Newton 420 mm f/2,8 (Hypergraph 6)
Guiding
- Guiding-Kamera: ZWO ASI120M
- Guidescope: 120 mm f/3
Montierung & Steuerung
- Montierung: ZWO AM5N
- Steuerungssystem: ZWO ASIAIR PLUS
- Bedienung: MacBook
Bildbearbeitung
- PixInsight
- Adobe Photoshop
Astrofotografie Hessen – Herznebel & Seelennebel – Deep-Sky-Fotografie Deutschland – Astro Lazo
Die Herz- und Seelennebel (IC 1805 & IC 1848) wurden am 30. November 2024 in Schneppenhausen (Hessen) aufgenommen – unter Bortle-6-Bedingungen, aber mit perfektem Neumond und dem hocheffizienten Optolong L-eXtreme Schmalbandfilter.
Aufnahmedaten & Bedingungen
Aufnahmezeitraum
- Datum: 30. November 2024
- Mondphase: Neumond – optimale Dunkelheit
- Temperatur: ca. +4 °C
- Lichtverschmutzung: Bortle 6
- Ort: Schneppenhausen · Hessen (Deutschland)
Objekt
- IC 1805 – Herznebel
- IC 1848 – Seelennebel
- Region: Cassiopeia
- Typ: Emissionsnebel / H II-Region
- Entfernung: 7.500–7.700 Lichtjahre
Belichtungsdaten
- Hα: 10 Std (120 × 300 s)
- O III: 10 Std (120 × 300 s)
- RGB: 1 Std (60 × 60 s)
- Gesamtbelichtung: 21 Std (Schmalband + RGB)
Ausrüstung & Technik
Kamera & Optik
- Hauptkamera: ZWO ASI2600MC
- Teleskop: APO SharpStar 270 mm f/4,5
Guiding
- Guidingkamera: ZWO ASI120M
- Guidescope: 120 mm f/3.0
Montierung & Steuerung
- Montierung: ZWO AM5 N
- System: ZWO ASIAIR PLUS
- Steuerung & Aufnahme: MacBook
Filter
- Optolong 2" L-eXtreme (Hα + O III Schmalbandfilter)
Ideal für Farb-Astrokameras unter Bortle-6-Himmel
Bildbearbeitung
- PixInsight
- Adobe Photoshop
Astrofotografie Schwarzwald – Irisnebel NGC 7023 – Deep-Sky-Fotografie Deutschland – Astro Lazo
Der Irisnebel NGC 7023 wurde am 05.–06. Februar 2022 im Schwarzwald unter hervorragenden Bortle-3/4-Bedingungen aufgenommen. Bei eisigen −7 °C entstanden in zwei klaren Winternächten insgesamt 20 Stunden RGB-Belichtungszeit – verteilt auf 400 Aufnahmen à 180 Sekunden.
Aufnahmedaten & Ort
Aufnahmezeitraum
- Datum: 05.–06. Februar 2022
- RGB-Belichtung: 20 Std Gesamt
- Einzelaufnahmen: 400 × 180 s
Aufnahmeort
- Schwarzwald · Deutschland
- Himmelsqualität: Bortle 3–4
- Temperatur: −7 °C
- Bedingungen: klirrende Winternacht im Schnee
Objekt
- NGC 7023 – Irisnebel
- Typ: Reflexionsnebel
- Sternbild: Kepheus (Cepheus)
- Entfernung: ca. 1.300 Lichtjahre
Ausrüstung & Software
Kamera & Optik
- Hauptkamera: ZWO ASI183MC
- Teleskop: SkyWatcher 130 mm f/5 Newton
Guiding
- Guidingkamera: ZWO ASI120M
- Guidescope: 120 mm f/3
Montierung & Steuerung
- Montierung: SkyWatcher AZ-EQ6 Pro
- Steuerungssystem: ZWO ASIAIR PRO
Bildbearbeitung
- PixInsight
- Adobe Photoshop
M33 Triangulum Galaxy – SeeStar S50 im EQ-Modus | Smart Astrophotography Test
Dieses Bild zeigt die Triangulum-Galaxie M33, aufgenommen mit der ZWO SeeStar S50 im EQ-Modus.
Für diesen Test wurde die SeeStar S50 auf einer EQ5 Pro Montierung betrieben. Die Polarausrichtung war in nur etwa drei Minuten abgeschlossen und funktionierte absolut problemlos.
Die Gesamtbelichtungszeit betrug 135 Minuten. Das Tracking lief stabil und zuverlässig – eine durchgehende Belichtung über die gesamte Nacht wäre problemlos möglich gewesen.
Links ist die Original-Bildbearbeitung direkt aus der SeeStar S50 zu sehen, rechts dieselben Daten mit einer zusätzlichen Nachbearbeitung in PixInsight und Photoshop.
Die Ergebnisse zeigen eindrucksvoll, wie leistungsfähig moderne Smart-Teleskope bereits sind. Selbst ohne externe Software liefert die SeeStar S50 erstaunlich gute Resultate, während klassische Astrofotografie-Workflows noch zusätzliche Details und Kontraste hervorholen können.
Astrofotografie Kroatien – Andromedagalaxie M31 – Deep-Sky-Fotografie Europa – Astro Lazo
Andromedagalaxie M31 – Astrofotografie aus Aljmaš Kroatien, 21 Std RGB und 7 Std Hα, aufgenommen mit ZWO ASI2600MC und Sharpstar 420 mm f/2,8
Andromedagalaxie M31 – Technik & Aufnahmedaten
Aufnahmezeitraum
- RGB: 02.–04.09.2024
• 3 Nächte · 21 Std
• 420× 180 Sek - Hα: 05.09.2024
• 7 Std
• 84× 300 Sek - Filter: Optolong 2" L-eXtreme (Schmalband)
Aufnahmeort
- Sternwarte Aljmaš, Kroatien
- Bortle 3–4
Kamera & Optik
- ZWO ASI2600MC
- Teleskop: Sharpstar 420 mm f/2,8 Hypergraph
Guiding
- ZWO ASI120M
- Guidescope: 120 mm f/3
Montierung & Steuerung
- ZWO AM5N
- ZWO ASIAIR PLUS
- Bedienung: MacBook
- Strom: 2 kW Batterie
Bildbearbeitung
- PixInsight
- Photoshop
Astrofotografie Kroatien – Leo-Triplet Galaxien – Deep-Sky-Fotografie Europa – Astro Lazo
Leo Triplet, M65, M66, NGC 3628, Galaxientriplett, Deep-Sky Astrofotografie, ZWO ASI2600MC, Hypergraph 420mm, Astrofotografie Kroatien, Bortle 3–4
Aufnahmedaten & Ort
Aufnahmezeitraum
- Datum: 05. März 2024
RGB: 9,5 Std Gesamt
Einzelaufnahmen: 190 × 180 s
Aufnahmeort
- Private Sternwarte Aljmaš · Kroatien
- Himmelsqualität: Bortle 3–4
Objekt
- Leo Triplet (M65 · M66 · NGC 3628)
- Auch bekannt als M66-Triplet
Ausrüstung & Software
Kamera & Optik
- Hauptkamera: ZWO ASI2600MC
- Teleskop: SharpStar 150 mm f/2,8 Hyperbolischer Astrograph
Guiding
- Guiding-Kamera: ZWO ASI120M
- Guidescope: 120 mm f/3
Montierung & Steuerung
- Montierung: SkyWatcher AZ-EQ6GT
- Steuerung: ZWO ASIAIR PLUS
Bildbearbeitung
- PixInsight
- Photoshop
Astrofotografie Kroatien – Feuerradgalaxie M101 – Deep-Sky-Fotografie Europa – Astro Lazo
Die Feuerradgalaxie M101 ist eine der größten und strukturiertesten Spiralgalaxien am nördlichen Himmel. Die Aufnahme entstand in meiner privaten Sternwarte in Aljmaš (Kroatien) unter Bortle-3/4-Bedingungen.
Aufnahmedaten & Ort
Aufnahmezeitraum
- Datum: 03. März 2025
- RGB-Belichtung: 9 Std Gesamt
- Einzelaufnahmen: 180 × 180 s
Aufnahmeort
- Private Sternwarte Aljmaš · Kroatien
- Himmelsqualität: Bortle 3–4
Objekt
- Messier 101 (M101)
- Bezeichnung: Feuerradgalaxie
- Objekttyp: Face-On-Spiralgalaxie
Sternbild: Großer Bär (Ursa Major)
Ausrüstung & Software
Kamera & Optik
- Hauptkamera: ZWO ASI2600MC
- Teleskop: SharpStar 150 mm f/2,8 Hyperbolischer Astrograph
Guiding
- Guidingkamera: ZWO ASI120M
- Guidescope: 120 mm f/3
Montierung & Steuerung
- Montierung: SkyWatcher AZ-EQ6GT
- Steuerung: ZWO ASIAIR PLUS
Bildbearbeitung
- PixInsight
- Photoshop
Astrofotografie Odenwald – Markarjansche Kette – Virgo-Galaxienhaufen – Deep-Sky-Fotografie Deutschland – Astro Lazo
Die Makarjan’sche Galaxienkette im Virgo-Galaxienhaufen wurde am 03. März 2025 unter dem klaren Himmel von Mudau im Odenwald aufgenommen. Dank der hervorragenden Bortle-3/4-Bedingungen war es möglich, die harmonische Anordnung der Galaxien über 9 Stunden RGB-Belichtung festzuhalten – 180 Einzelaufnahmen à 180 Sekunden.
Aufnahmedaten & Ort
Aufnahmezeitraum
- Datum: 03. März 2025
- RGB-Belichtung: 9 Std Gesamt
- Einzelaufnahmen: 180 × 180 s
Aufnahmeort
- Mudau · Odenwald (Deutschland)
- Himmelsqualität: Bortle 3–4
Objekt
- Makarjan’sche Galaxienkette
- Teil des Virgo-Galaxienhaufens
- Entfernung: 50–60 Mio. Lichtjahre
- Sternbild: Jungfrau (Virgo)
Ausrüstung & Software
Kamera & Optik
- Hauptkamera: ZWO ASI2600MC
- Teleskop: SharpStar 150 mm f/2,8 Hypergraph
Guiding
- Guiding-Kamera: ZWO ASI120M
- Guidescope: 120 mm f/3
Montierung & Steuerung
- Montierung: ZWO AM5N
- Steuerung: ZWO ASIAIR PLUS
Bildbearbeitung
- PixInsight
- Adobe Photoshop
Astrofotografie Kroatien – Bodes Galaxie M81 – Deep-Sky-Fotografie Europa – Astro Lazo
Die Spiralgalaxie M81, auch als Bodes Galaxie bekannt, wurde am 07. März 2024 in meiner eigenen Sternwarte in Aljmaš (Kroatien) aufgenommen. Über eine Gesamtbelichtungszeit von 9 Stunden entstanden RGB-Daten aus 180 Einzelaufnahmen à 180 Sekunden.
Dank des schnellen 420 mm f/2,8 Newton-Astrographs und der ZWO ASI2600MC zeigt das Bild feine Staubbänder, die helle Kernregion sowie die äußeren Spiralstrukturen der Galaxie. Die Aufnahme erfolgte auf der ZWO AM5N und wurde mit dem ZWO ASIAIR PLUS präzise gesteuert. Die finale Bearbeitung wurde mit PixInsight und Adobe Photoshop umgesetzt.
Aufnahmedaten & Ort
Aufnahmezeitraum
- Datum: 07. März 2024
- RGB-Belichtung: 9 Std Gesamt
- Einzelaufnahmen: 180 × 180 s
Aufnahmeort
- Private Sternwarte Aljmaš · Kroatien
- Himmelsqualität: Bortle 3–4
Objekt
- M81 – Bodes Galaxie
- Objekttyp: Spiralgalaxie
- Sternbild: Großer Bär (Ursa Major)
- Entfernung: ca. 12 Mio. Lichtjahre
Ausrüstung & Software
Kamera & Optik
- Hauptkamera: ZWO ASI2600MC
- Teleskop: Newton 420 mm f/2,8 (Hypergraph 6)
Guiding
- Guiding-Kamera: ZWO ASI120M
- Guidescope: 120 mm f/3
Montierung & Steuerung
- Montierung: ZWO AM5N
- Steuerungssystem: ZWO ASIAIR PLUS
Bildbearbeitung
- PixInsight
- Adobe Photoshop
M45 – Die Plejaden (Sieben Schwestern) / Astrofotografie / Odenwald - Mudau / Astro Lazo
M45 – Die Plejaden (Sieben Schwestern)
Aufgenommen am 27.12.2024 in Mudau, Odenwald
Belichtungszeit: 6 Stunden RGB – 360 Aufnahmen à 60 Sekunden
Ausrüstung: ZWO ASI2600MC | Montierung AZ EQ6GT | Guiding ZWO ASI120M & 120 mm F3 | ZWO ASIAIR PLUS | Bildbearbeitung: PixInsight & Photoshop
Bildbeschreibung und Bewertung
Diese Aufnahme zeigt den offenen Sternhaufen M45 – die Plejaden, ein leuchtendes Juwel des Winterhimmels. Die feinen, bläulichen Reflexionsnebel um die heißen, jungen Sterne sind durch interstellaren Staub verursacht, der das Sternenlicht streut.
Die Aufnahme überzeugt durch ihre exzellente Schärfe, feine Sternabbildung und den sehr natürlich gehaltenen Farbverlauf der Reflexionsnebel. Besonders beeindruckend ist der Kontrast zwischen den tiefen Dunkelstrukturen und den strahlend blauen Reflexionswolken. Eine technisch wie auch ästhetisch sehr gelungene Arbeit.
Wissenschaftliche Fakten
Objekt: M45 (NGC 1432/1435) – Offener Sternhaufen im Sternbild Stier (Taurus)
Entfernung: ca. 440 Lichtjahre
Alter: rund 100 Millionen Jahre
Ausdehnung am Himmel: etwa 2°, entsprechend ca. 13 Lichtjahren Durchmesser
Die Plejaden bestehen aus über 1000 Mitgliedssternen, von denen etwa sieben besonders hell sind und schon mit bloßem Auge sichtbar sind.
Die bläuliche Färbung stammt vom Streulicht junger, heißer B-Sterne, das an feinem Staub reflektiert wird. Dieser Staub gehört nicht zum ursprünglichen Material des Haufens, sondern ist eine interstellare Wolke, durch die sich die Plejaden derzeit bewegen.
Was ist ein offener Sternhaufen?
Offene Sternhaufen entstehen aus einer gemeinsamen Gas- und Staubwolke. Ihre Sterne sind gleich alt, aber unterschiedlich massereich. Mit der Zeit entfernen sich die Sterne durch gravitative Wechselwirkungen voneinander – ein Prozess, der einige Hundert Millionen Jahre dauert. Die Plejaden sind daher ein Beispiel für einen jungen, dynamischen Sternhaufen, wie er typisch für die Milchstraße ist.
Griechische Mythologie
In der griechischen Sage sind die Plejaden die sieben Töchter des Titanen Atlas und der Okeanide Pleione: Maia, Elektra, Taygete, Alkyone, Celaeno, Sterope und Merope.
Als Orion, der Jäger, ihnen nachstellte, bat Zeus um ihr Schutz – und verwandelte sie in Sterne am Himmel. Seitdem leuchten sie eng beieinander als Symbol der Zusammengehörigkeit und ewigen Schönheit.
M45 ist nicht nur ein beeindruckendes astrophysikalisches Objekt, sondern auch ein emotionaler Blick in die Jugend des Universums – und eine Erinnerung daran, wie sich Wissenschaft und Mythologie am Nachthimmel vereinen.
„The Pleiades“ – Die sieben Schwestern
Gemalt von Elihu Vedder, 1885
Dieses Gemälde des amerikanischen Künstlers Elihu Vedder (1836–1923) zeigt die sieben Plejaden, Töchter des Titanen Atlas und der Meeresnymphe Pleione. In fließenden Bewegungen tanzen sie durch den Himmel, umgeben von schimmerndem Licht – Sinnbild ihrer Verwandlung in Sterne.
Vedder fängt in poetischen Farben den Moment ein, in dem die Schwestern von Zeus in den Himmel erhoben werden, um dem Jäger Orion zu entkommen. Ihre leuchtenden Gestalten symbolisieren Schönheit, Reinheit und den Übergang vom Irdischen ins Göttliche.
Das Werk verbindet Mythologie und Kosmos, genau wie der Sternhaufen M45, der heute am Winterhimmel im Sternbild Stier erstrahlt – ein himmlisches Echo der Legende, das Kunst und Astronomie vereint.
Galaxien – Faszinierende Inseln des Universums
James-Webb-Weltraumteleskop (JWST) – Deep-Field SMACS 0723 zeigt die fernsten Galaxien des Universums. Astrofotografie, Weltraumforschung und Gravitationseffekte – faszinierende Einblicke in den Ursprung der Galaxien. Entdecke mehr auf landschaftastronomielazo.de.
Bildquelle
NASA, ESA, CSA, STScI – James Webb Space Telescope, SMACS 0723 (Public Domain)
Das James-Webb-Teleskop – Blick in das frühe Universum
SMACS 0723 – Galaxienhaufen in atemberaubender Tiefe
Dieses beeindruckende Bild zeigt den Galaxienhaufen SMACS 0723, aufgenommen vom James-Webb-Weltraumteleskop (JWST). Hier blicken wir über 13 Milliarden Jahre in die Vergangenheit – fast bis zur Zeit, als die ersten Galaxien entstanden. Die hellen Punkte mit Beugungsspitzen sind Vordergrundsterne aus unserer Milchstraße, während die unzähligen rötlichen Bögen und Spiralen ferne Galaxien zeigen, deren Licht durch den massereichen Galaxienhaufen gravitationell verzerrt wird – ein Effekt, der als Gravitationslinseneffekt bekannt ist.
Das James-Webb-Teleskop eröffnet uns einen völlig neuen Blick in die Ursprünge des Kosmos. Mit seinen Infrarotinstrumenten durchdringt es Staubwolken und zeigt Galaxien, die wir noch nie zuvor gesehen haben. Dieses Bild gilt als das erste Deep-Field des Webb-Teleskops – ein Meilenstein moderner Astronomie.
Technische Daten (Auswahl)
- Objekt: Galaxienhaufen SMACS 0723
- Entfernung: ca. 4,6 Milliarden Lichtjahre
- Beobachtungsinstrument: James-Webb-Weltraumteleskop (JWST), NIRCam
- Auflösung: über 10 000 Lichtjahre pro Pixel
- Aufnahmejahr: 2022
Was ist der Gravitationslinseneffekt
Der Gravitationslinseneffekt ist ein Phänomen, das durch die Schwerkraft großer Massen im Weltall entsteht – zum Beispiel durch Galaxienhaufen oder Schwarze Löcher.
Nach Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie krümmt jede Masse den Raum um sich herum. Wenn das Licht einer weit entfernten Galaxie an einer solchen „Masse“ vorbeiläuft, wird es abgelenkt, als würde es durch eine Linse gehen.
Dadurch passiert Folgendes:
- Das Licht wird verstärkt – die fernen Galaxien erscheinen heller.
- Es entstehen verzerrte Bögen oder Ringe (sogenannte Einsteinringe).
- Astronomen können extrem weit entfernte Galaxien beobachten, die sonst unsichtbar wären.
Bildquelle
NASA, ESA, CSA, STScI – James Webb Space Telescope, SMACS 0723 (Public Domain)