Deep-Sky-Astrofotografie – Technik für maximale Details im Universum 

Deep-Sky-Astrofotografie erfordert eine exakt abgestimmte Kombination aus Optik, Kamera und Nachführung. Mit hochempfindlichen ZWO-Kameras (ASI2600MC, ASI183MC) und lichtstarken Sharpstar-Astrographen arbeite ich mit langen Belichtungen, präzisem Autoguiding und der ZWO-ASIAIR-Steuerung. Montierungen wie die ZWO-AM5N oder die SkyWatcher AZ-EQ6PRO sorgen für subpixelgenaue Nachführung selbst bei mehrstündigen Sessions. 

Durch hunderte Einzelaufnahmen (Lights), Flats, Darks und Bias-Frames sowie moderner Software wie PixInsight, GraXpert und BlurXTerminator entstehen hochauflösende Bilder von Nebeln, Galaxien und Sternhaufen. Die Aufnahmen entstehen an dunklen Standorten wie dem Odenwald und meiner Sternwarte in Aljmas/Kroatien – ideale Bedingungen, um selbst feinste Strukturen farbreiner Deep-Sky-Objekte sichtbar zu machen. 

„IC 434 Pferdekopfnebel – 13 Std RGB, 390×120 s, aufgenommen am 01.–02.11.2024

 LDN 1622 – Der geheimnisvolle Boogeyman-Nebel nahe Orion 

LDN 1622 (Boogeyman Nebula) nahe Orion mit Dunkelnebeln, Reflexionsnebeln und feinen Hα-Strukturen. Rohdaten von Deep Sky Wes

LDN 1622 – Der geheimnisvolle Boogeyman-Nebel nahe Orion

Diese Aufnahme zeigt LDN 1622, einen dunklen Reflexions- und Staubnebel am Rand der Orion-Molekülwolke. Aufgrund seiner markanten Form wird das Objekt häufig als „Boogeyman Nebula“ bezeichnet.
LDN 1622 befindet sich nahe des hellen Sterns Alnitak, einem der markanten Gürtelsterne des Orion. Das intensive Sternlicht beleuchtet feine Staubwolken und erzeugt schwache Reflexionsstrukturen, während dichte Dunkelnebel große Bereiche des Hintergrunds verdecken.
Diese Dunkelnebel bestehen aus kaltem interstellarem Staub und Gas – Material, aus dem zukünftig neue Sterne entstehen können. Die Aufnahme zeigt eindrucksvoll den Kontrast zwischen schwachen Wasserstoffregionen, Reflexionsanteilen und komplexen Staubstrukturen innerhalb unserer Milchstraße.
Für dieses Bild wurden Rohdaten von Deep Sky West (DSW) in New Mexico
 verwendet. Die außergewöhnlich dunklen Himmel der südlichen Hemisphäre und stabile atmosphärische Bedingungen ermöglichen die Erfassung feinster Staub- und Nebelstrukturen, die unter lichtverschmutztem Himmel oft verborgen bleiben.
Die Datenerfassung erfolgte mit einem Takahashi FSQ-106, einem weltweit geschätzten Astrographen mit exzellenter Feldkorrektur und hoher Schärfe – ideal für großflächige Nebelregionen und feine Staubstrukturen. Die finale Bearbeitung und Interpretation der Daten wurde von Astro Lazo durchgeführt, mit besonderem Fokus auf natürliche Staubstrukturen und schwache Nebeldetails.
LDN 1622 gehört zu den anspruchsvolleren Objekten der Astrofotografie: Dunkelnebel, Reflexionsanteile und feine Hα-Strukturen benötigen lange Belichtungszeiten sowie sorgfältige Bearbeitung.

Technische Daten

Objekt: LDN 1622 – Boogeyman Nebula
Objekttyp: Dunkelnebel / Reflexionsnebel / Sternentstehungsregion
Region: Orion-Molekülwolke
Rohdaten: Deep Sky West (New Mexico)
Teleskop: Takahashi FSQ-106
Bildbearbeitung: Astro Lazo
Software: PixInsight • Photoshop • Lightroom

Belichtungszeiten

Luminanz (L): 25 × 900 s → 6,25 h
Rot (R): 15 × 900 s → 3,75 h
Grün (G): 23 × 900 s → 5,75 h
Blau (B): 11 × 900 s → 2,75 h
Hα: 28 × 1800 s → 14 h
Gesamtbelichtungszeit: 32,5 Stunden


 NGC 6188 – Die kämpfenden Drachen im Sternbild Ara 

NGC 6188 – Fighting Dragons of Ara, Emissionsnebel mit Sternentstehung. Deep Sky West Rohdaten, TOA-150, 20 Stunden LRGB, bea

Diese Aufnahme zeigt NGC 6188, eine beeindruckende Emissionsnebelregion im Sternbild Ara (Altar), oft auch als „Fighting Dragons of Ara“ bezeichnet. Die markanten Gas- und Staubstrukturen erinnern an zwei drachenähnliche Formen und machen diese Region zu einem der faszinierendsten Sternentstehungsgebiete des südlichen Himmels.
NGC 6188 befindet sich etwa 4.000 Lichtjahre von der Erde entfernt und wird von jungen, massereichen Sternen energiereich bestrahlt. Ihre intensive Strahlung formt die umliegenden Wasserstoffwolken und erzeugt die leuchtenden Emissionsbereiche, die in dieser Aufnahme sichtbar werden.
Für dieses Bild wurden Rohdaten von Deep Sky West verwendet – einer renommierten Remote-Sternwarte unter außergewöhnlich dunklem Himmel in den USA. Solche Bedingungen ermöglichen die Erfassung feinster Nebel- und Staubstrukturen, die unter lichtverschmutztem Himmel oft verborgen bleiben.
Die Datenerfassung erfolgte mit einem Takahashi TOA-150 Apochromaten, bekannt für seine exzellente optische Qualität und hohe Detailauflösung. Die anschließende Bearbeitung und finale Interpretation der Daten wurde von Astro Lazo durchgeführt, mit dem Ziel, möglichst viele feine Strukturen sichtbar zu machen und dennoch natürliche Übergänge im Nebel zu erhalten.
Die Aufnahme vereint aktive Sternentstehung, interstellare Staubwolken und energiereiche Wasserstoffregionen – ein eindrucksvoller Blick in die dynamischen Prozesse unserer Milchstraße.

Technische Daten

Objekt: NGC 6188 – Fighting Dragons of Ara
Objekttyp: Emissionsnebel / Sternentstehungsregion
Sternbild: Ara (Altar)
Entfernung: ca. 4.000 Lichtjahre
Rohdaten: Deep Sky West (USA)
Teleskop: Takahashi TOA-150
Bildbearbeitung: Astro Lazo
Software: PixInsight • Photoshop • Lightroom
Belichtungszeiten (LRGB):
Luminanz (L): 24 × 900 s → 6 h
Rot (R): 24 × 900 s → 6 h
Grün (G): 14 × 900 s → 3,5 h
Blau (B): 19 × 900 s → 4,75 h
Gesamtbelichtungszeit: 20,25 Stunden


 NGC 6726 – Die geheimnisvolle Anteater-Nebelregion in Corona Australis 

NGC 6726 Anteater Nebula in Corona Australis mit Reflexionsnebeln, Dunkelnebeln und Kugelsternhaufen

Diese Aufnahme zeigt die faszinierende Region rund um NGC 6726 und NGC 6727 im Sternbild Corona Australis (Südliche Krone) – eine beeindruckende Kombination aus blauen Reflexionsnebeln, dunklen Staubwolken und jungen Sternentstehungsgebieten. Die markanten Dunkelnebel durchziehen große Teile des Bildes und bestehen aus interstellarem Staub, aus dem zukünftige Sterne entstehen können.
Besonders auffällig sind die feinen Staubstrukturen und das natürliche Farbspiel zwischen den bläulich reflektierenden Nebeln und den warmen Brauntönen der Dunkelwolken. Im oberen rechten Bereich ist zusätzlich der Kugelsternhaufen NGC 6723 sichtbar – eine Ansammlung uralter Sterne, die einen eindrucksvollen Kontrast zu den jungen Sternentstehungsregionen bildet.
Für dieses Bild wurden Rohdaten von Deep Sky West verwendet – einer bekannten Remote-Sternwarte unter außergewöhnlich dunklem Himmel in den USA. Solche Bedingungen ermöglichen Aufnahmen feinster Details und schwacher Staubstrukturen, die unter lichtverschmutztem Himmel oft verborgen bleiben.
Die Daten entstanden mit einem Takahashi TOA-150 Apochromaten, einem Teleskop, das für seine exzellente optische Qualität und hohe Detailauflösung geschätzt wird. Die anschließende Bildbearbeitung erfolgte durch Astro Lazo, mit dem Ziel, die natürlichen Farben, die komplexen Staubstrukturen und die Tiefe dieser Region möglichst authentisch sichtbar zu machen.

Dieses Bild vereint verschiedene Phasen kosmischer Entwicklung in einem einzigen Bildfeld: dichte Staubwolken als mögliche Geburtsorte neuer Sterne, junge Reflexionsnebel und uralte Sternpopulationen.

Warum ist M13 besonders? 


Der Kugelsternhaufen Messier 13 zählt zu den bekanntesten und beeindruckendsten Objekten des nördlichen Nachthimmels.
 Er befindet sich im Sternbild Herkules und ist etwa 22.000 Lichtjahre von der Erde entfernt. 
M13 enthält mehrere hunderttausend Sterne, die durch ihre gegenseitige Gravitation eng zusammengehalten werden. Besonders faszinierend ist der extrem dichte Kernbereich, in dem die Sterne so nahe beieinander stehen, dass sie visuell fast zu verschmelzen scheinen. 
Seit Jahrhunderten gehört M13 zu den beliebtesten Beobachtungsobjekten für Astronomen und Astrofotografen. Selbst mit kleineren Teleskopen zeigt der Kugelsternhaufen bereits beeindruckende Strukturen und eine enorme Sternfülle. 

Planung der Aufnahme 

Vor Beginn der Aufnahmesession wurde die Position von
 Messier 13
 im Sternbild Herkules mit einer Himmelsatlas-App exakt geplant. 
Der Kugelsternhaufen befindet sich zwischen den markanten Sternen des Sternbilds Herkules und erreicht in den späten Nachtstunden eine günstige Position nahe des Meridians. Dadurch steht das Objekt besonders hoch über dem Horizont, was die Auswirkungen von Luftunruhe und atmosphärischer Abschwächung reduziert. 
Die dargestellte Positionierung half dabei, den optimalen Aufnahmezeitpunkt trotz Vollmondbedingungen zu bestimmen. Gerade bei hellen Nächten ist eine präzise Planung wichtig, um möglichst viel Kontrast und Sternauflösung zu erhalten. 
Die Kombination aus digitaler Himmelskarte, automatischem GoTo-System der Seestar S50 und mehreren Stunden Belichtungszeit ermöglichte eine stabile und detailreiche Aufnahme des berühmten Kugelsternhaufens. 

„Position von Messier 13 im Sternbild Herkules in SkyAtlas“

Iive Stacking / M13 Großer Herkules Kugelsternhaufen / Seestar S50

„Entwicklung des Live-Stacks von Messier 13 in der Seestar App“

2 Minuten Belichtungszeit

Bereits nach den ersten zwei Minuten wird der helle Kern von
 Messier 13
 sichtbar. Die ersten Sterne des Kugelsternhaufens beginnen sich vom Hintergrund abzuheben, während der Himmel durch den Vollmond noch stark aufgehellt erscheint.
Diese frühe Phase zeigt sehr gut, wie schnell helle Kugelsternhaufen selbst mit einem Smart-Teleskop sichtbar werden können.


„Entwicklung des Live-Stacks von Messier 13 in der Seestar App“

1 Stunde Belichtungszeit

Nach etwa einer Stunde Integrationszeit verbessert sich die Sternauflösung bereits deutlich.
 Immer mehr Einzelsterne werden sichtbar und der Hintergrund beginnt ruhiger zu wirken.
Die Struktur des Kugelsternhaufens entwickelt nun mehr Tiefe, während die hohe Sternendichte im Zentrum immer deutlicher hervortritt.

„Entwicklung des Live-Stacks von Messier 13 in der Seestar App“

2 Stunden Belichtungszeit

Mit zunehmender Belichtungszeit steigt das Signal-Rausch-Verhältnis sichtbar an.
 Der Hintergrund wird sauberer und schwächere Sterne erscheinen zunehmend im Bildfeld.
Besonders die äußeren Bereiche von M13 zeigen nun feinere Sternketten und eine deutlich bessere Trennung einzelner Sterne.


„Entwicklung des Live-Stacks von Messier 13 in der Seestar App“

3 Stunden Belichtungszeit

Nach über drei Stunden Belichtungszeit erreicht der Live-Stack eine deutlich höhere Detailtiefe.
 Der Kugelsternhaufen wirkt kompakter und gleichzeitig besser aufgelöst, während immer mehr Sterne im Außenbereich sichtbar werden.
Die Entwicklung zeigt eindrucksvoll, wie zusätzliche Integrationszeit selbst unter Vollmondbedingungen zu einer spürbaren Qualitätssteigerung führt. Gerade Kugelsternhaufen profitieren stark von längeren Belichtungszeiten und ruhigem Stacking.


Seestar S50 Live-Stack Ergebnis – Messier 13 

 
Dieses Bild zeigt den automatisch gestackten Live-Stack von
 Messier 13
 direkt aus der Seestar S50 nach insgesamt 187 Minuten Belichtungszeit. 
Bereits im unbearbeiteten Stack wird die enorme Sternendichte des Kugelsternhaufens sichtbar. Besonders beeindruckend ist der helle Kernbereich, in dem sich mehrere hunderttausend Sterne auf engstem Raum befinden. 
Trotz Vollmondbedingungen konnte durch die lange Integrationszeit eine erstaunliche Detailtiefe erreicht werden. Mit jeder weiteren Minute Belichtungszeit verbesserte sich das Signal-Rausch-Verhältnis sichtbar, wodurch immer mehr Einzelsterne und feinere Strukturen im Außenbereich des Sternhaufens erschienen. 
Das Bild zeigt eindrucksvoll, wie leistungsfähig moderne Smart-Teleskope inzwischen geworden sind. Selbst unter schwierigen Bedingungen ermöglichen Systeme wie die Seestar S50 detailreiche Deep-Sky-Aufnahmen mit vergleichsweise einfacher Bedienung. 

Messier M13 Großer Herkules Kugelsternhaufen– Final Image

Dieses finale Bild zeigt den berühmten Kugelsternhaufen
 Messier 13
 im Sternbild Herkules nach der vollständigen Nachbearbeitung in PixInsight, Photoshop und Lightroom.
Der etwa 22.000 Lichtjahre entfernte Kugelsternhaufen enthält mehrere hunderttausend Sterne, die durch ihre gegenseitige Gravitation eng zusammengehalten werden. Besonders beeindruckend ist die enorme Sternendichte im Zentrum, wo die Sterne scheinbar zu einem einzigen leuchtenden Kern verschmelzen.
Die Aufnahme entstand mit der Seestar S50 unter Vollmondbedingungen. Trotz des stark aufgehellten Nachthimmels konnten durch mehrere Stunden Belichtungszeit und sorgfältige Bildbearbeitung zahlreiche Einzelsterne sowie feine Strukturen im Außenbereich sichtbar gemacht werden.
Im Vergleich zum ursprünglichen Live-Stack zeigt das finale Bild:
 deutlich ruhigeren Hintergrund, 
 bessere Sterntrennung, 
 stärkeren Kontrast, 
 und sichtbar feinere Details im Kugelsternhaufen. 
Die Bearbeitung erfolgte mit Fokus auf natürliche Sternfarben und eine möglichst authentische Darstellung des Objekts. Gerade Kugelsternhaufen profitieren stark von längerer Integrationszeit und präziser Nachbearbeitung, da dadurch immer mehr schwächere Sterne sichtbar werden.

Aufnahme-Daten

 Objekt: Messier 13
 Teleskop: Seestar S50 
 Gesamtbelichtungszeit: 187 Minuten 
 Einzelbelichtungen: 20 Sekunden 
 Bedingungen: Vollmond 
 Standort: Schneppenhausen, Deutschland 
 Bearbeitung: PixInsight, Photoshop, Lightroom 
 Aufnahme: Mai 2026 

NGC 4565 Needle Galaxy – 4h RGB Seestar S50 Astrofotografie aus Hessen / Schneppenhausen 

Die berühmte Needle Galaxy (NGC 4565) zeigt sich in dieser Aufnahme als extrem schlanke Spiralgalaxie, die wir exakt von der Seite betrachten.
Das markante dunkle Staubband durchzieht klar sichtbar das Zentrum und verleiht der Galaxie ihre charakteristische Struktur.
Trotz der lichtverschmutzten Bedingungen in Schneppenhausen konnte durch lange Gesamtbelichtung und präzises Stacking eine erstaunliche Detailtiefe erreicht werden.
Im Hintergrund sind zahlreiche schwache Galaxien zu erkennen – ein eindrucksvoller Hinweis auf die enorme Tiefe des Universums.

Aufnahmedaten:
Schneppenhausen, Deutschland
22.05.2026
4 Stunden RGB
20 Sekunden Sub-Frames
Seestar S50 (EQ-Modus)
Bortle 6
Bildbearbeitung:
PixInsight • Photoshop • Lightroom

NGC 4565 Needle Galaxy aufgenommen mit Seestar S50 4 Stunden RGB EQ Modus

 M81 & M82 – Zwei Galaxien, zwei Extreme 

M81 & M82 – Zwei Galaxien, zwei Extreme

Diese Aufnahme zeigt das faszinierende Galaxienpaar M81 und M82 im Sternbild Großer Bär – zwei Galaxien, die trotz ihrer Nähe völlig unterschiedliche Eigenschaften besitzen.
M81 präsentiert sich als klassische Spiralgalaxie mit eleganten, klar definierten Armen und feinen Strukturen. In ihren Spiralarmen sind zarte rötliche Wasserstoffregionen sichtbar, die aktive Sternentstehungsgebiete markieren.
Im starken Kontrast dazu steht M82: eine sogenannte Starburst-Galaxie. Gewaltige Prozesse im Inneren treiben energiereiche Gasströme ins All, die als rötliche Auswürfe deutlich erkennbar sind. Diese Strukturen sind das Ergebnis intensiver Sternentstehung und verleihen der Galaxie ihr charakteristisches, aufgewühltes Erscheinungsbild.
Im unteren Bereich des Bildes ist zudem die Begleitgalaxie NGC 3077 zu erkennen, die zusammen mit M81 und M82 eine gravitativ gebundene Galaxiengruppe bildet.
Die Aufnahme entstand im März 2026 in meiner Sternwarte in Aljmaš, Kroatien, unter sehr dunklem Himmel. Durch die Kombination aus Langzeitbelichtung im RGB-Bereich und zusätzlicher Hα-Schmalbandaufnahme konnten sowohl natürliche Farben als auch feine Emissionsstrukturen sichtbar gemacht werden.

Aufnahmedaten

Gesamtbelichtungszeit: 31 Stunden
→ 21 Stunden RGB
→ 10 Stunden Hα (Schmalband)
Aufnahmeort: Aljmaš, Kroatien
Zeitraum: März 2026

Aufnahme-Setup

SkyWatcher 130PDS (f/5 Newton)
ZWO AM5N Montierung
ZWO ASI2600MC Pro 
Optolong L-eXtreme Schmalbandfilter
ZWO ASIAIR PLUS Steuerung


Bildbearbeitung

PixInsight
 GraXpert
 NoiseXTerminator
 BlurXTerminator
 StarXTerminator
 Adobe Photoshop
 Adobe Lightroom


Astrofotografie - März 2026 - Kroatien Aljmaš - M51 Whirlpool Galaxie

Whirlpool-Galaxie M51 mit Begleitgalaxie NGC 5195 – Astrofotografie mit 31h Belichtung

Eine kosmische Begegnung

M51 befindet sich in etwa 23 Millionen Lichtjahren Entfernung im Sternbild Jagdhunde (Canes Venatici). Besonders faszinierend ist die gravitative Wechselwirkung mit ihrer Begleitgalaxie NGC 5195, die maßgeblich für die ausgeprägten Spiralarme verantwortlich ist.
Durch diese kosmische Interaktion entstehen intensive Sternentstehungsprozesse, die sich im Bild durch rötliche Wasserstoffregionen (Hα) entlang der Spiralarme sichtbar machen.


Bilddetails & Tiefe

Die Kombination aus RGB- und Hα-Daten ermöglicht eine besonders kontrastreiche Darstellung:
Feine Staubstrukturen im Zentrum und entlang der Spiralarme
Aktive Sternentstehungsregionen durch Hα hervorgehoben
Schwache Halo-Strukturen und Hintergrundgalaxien im gesamten Bildfeld 
Natürliche Farbbalance mit subtiler Betonung astrophysikalischer Prozesse 
Das Ziel dieser Aufnahme war es, die Galaxie nicht nur ästhetisch darzustellen, sondern auch ihre physikalische Dynamik und Tiefe sichtbar zu machen.


Persönlicher Eindruck

Diese Aufnahme ist für mich mehr als nur ein weiteres Deep-Sky-Objekt.
 M51 zeigt eindrucksvoll, wie dynamisch und lebendig unser Universum ist – eine Galaxie im Wandel, geformt durch gravitative Kräfte über Millionen von Jahren.
Unter dem dunklen Himmel Kroatiens konnte ich diese Tiefe einfangen und einen kleinen Blick in diese gewaltige kosmische Interaktion ermöglichen.


Aufnahme & Technik

Ort: Aljmaš, Kroatien
Gesamtbelichtung: 31 Stunden
21h RGB
10h Hα
Aufnahmesystem:
ZWO AM5N
130 PDS Skywatcher
ASI2600MC • ASIAIR PLUS
Bildbearbeitung:
PixInsight
GraXpert
NoiseXTerminator
BlurXTerminator
StarXTerminator
Adobe Photoshop
Adobe Lightroom
Photoshop
Lightroom


 LDN 1355 – The Helping Hand | Dunkelnebel-Astrofotografie aus dem Odenwald

LDN 1355 The Helping Hand dark nebula astrophotography Odenwald

LDN 1355, auch bekannt als The Helping Hand, ist ein extrem lichtschwacher Dunkelnebel im Sternbild 

Cassiopeia.

 Dieses Deep-Sky-Projekt wurde ab dem 18. Januar 2026 von einem dunklen Beobachtungsstandort in Mudau im Odenwald aus realisiert.
Mit einer Gesamtbelichtungszeit von 21,6 Stunden, einer Sensor­temperatur von −20 °C, nahezu mondlosem Himmel (1 %) und einem hervorragenden SQM-Wert von 21,34 konnten feinste interstellare Staubstrukturen sichtbar gemacht werden.
Die sehr niedrige Außentemperatur von −5 °C unterstreicht die anspruchsvollen Bedingungen, unter denen dieses Bild entstanden ist.
Dieses Foto steht exemplarisch für geduldige und detailorientierte Dunkelnebel-Astrofotografie.

Equipment & Data:
ZWO AM5N • Sharpstar 61EDPH II + Reducer (≈275 mm f/4.5)
ASI2600MC • ASIAIR PLUS
Total exposure: 21.6 h
Sensor temperature: −20 °C
Moon phase: 1% • SQM 21.34
Ambient temperature: −5 °C

Mehr als ein Ziel : Parallele Aufnahmen während der LDN-1355 Session / Seestar S50

Messier 3 – Kugelsternhaufen (M3)
Während der Hauptaufnahmen der Staubregion LDN 1355 – The Helping Hand war parallel die Seestar S50 aufgebaut und sammelte Daten vom Kugelsternhaufen Messier 3 (M3).
 Insgesamt wurden 354 Einzelbilder à 10 Sekunden aufgenommen, was eine Gesamtbelichtungszeit von 59 Minuten ergibt.

Messier 101 – Feuerradgalaxie (M101)
Dieses Bild von Messier 101 entstand ebenfalls während derselben Nacht wie die Hauptaufnahmen der Staubregion LDN 1355 – The Helping Hand.
 Einer der großen Vorteile der Seestar S50 ist, dass man sich parallel auch andere Objekte anschauen und aufnehmen kann – ganz ohne aufwendigen Aufbau oder zusätzlichen Aufwand.

Messier 51 – Whirlpool-Galaxie (M51)
Dieses Bild der Messier 51 entstand ebenfalls während derselben Session wie die Hauptaufnahmen der Staubregion LDN 1355 – The Helping Hand.
Parallel zum Hauptprojekt konnte mit der Seestar S50 ohne großen zusätzlichen Aufwand ein weiteres Deep-Sky-Objekt aufgenommen werden.

NGC 2237 – Rosettennebel
Dieses Bild von NGC 2237 entstand während derselben Aufnahmesession von  

 LDN 1355 – The Helping Hand, 

mit dem System Seestar S50.
 Während das Hauptsystem Langzeitbelichtungen sammelte, konnten parallel weitere Objekte erkundet und aufgenommen werden, ohne den eigentlichen Aufnahmeablauf zu unterbrechen.

ASIAIR im Aufnahmebetrieb / Guiding / Planung  / LDN1355 - The Helping Hand / Astrofotografie Odenwald - Mudau / Astro Lazo

Aufnahmebetrieb mit ASIAIR PLUS

Dieses Bild zeigt den aktiven Aufnahmebetrieb während des Projekts LDN 1355 – The Helping Hand.
Die Steuerung erfolgte vollständig über das ASIAIR PLUS, inklusive Guiding, Belichtungsüberwachung und Kamerakontrolle.
Die stabile Nachführung und das ruhige Guiding waren entscheidend, um über viele Stunden hinweg saubere Einzelbelichtungen für diesen extrem schwachen Dunkelnebel zu sammeln.
📍 Aufnahmeort: Mudau im Odenwald
❄️ Außentemperatur: −5 °C
📷 Kamera: ASI2600MC (−20 °C)

Himmelsposition von LDN 1355

Die Sternkarte zeigt die Position von LDN 1355 im Sternbild Cassiopeia, nahe der Milchstraße.
Der markierte Bildausschnit stellt das tatsächliche Aufnahmefeld dar und verdeutlicht die Einbettung des Dunkelnebels in ein weitläufiges Staub- und Sternfeld.
Solche Karten sind ein wichtiges Planungswerkzeug, um Ausrichtung, Bildfeld und Objektlage präzise vorzubereiten.
⭐ Sternbild: Cassiopeia
🌌 Objekt: LDN 1355 (The Helping Hand)

Aufnahme-Setup – LDN 1355 „The Helping Hand“

Mit dieser mobilen Astrofotografie-Ausrüstung entstand die Aufnahme der Dunkelstaubregion LDN 1355 – The Helping Hand.
Das Setup wurde unter sehr guten Dunkelhimmelbedingungen eingesetzt und lief über mehrere Nächte stabil und zuverlässig.
Ausrüstung & Daten:
ZWO AM5N • Sharpstar 61EDPH II + Reducer (≈275 mm f/4.5)
ASI2600MC • ASIAIR PLUS
Gesamtbelichtung: 21,6 Stunden
Sensortemperatur: −20 °C
Mondphase: 1 %SQM 21,34
Außentemperatur: −5 °C
Dieses Setup ermöglichte die detailreiche Erfassung feinster Staubstrukturen unter anspruchsvollen winterlichen Bedingungen.

Orionnebel M42 / Seestar S50 / Mosaikmodus vs. Standartaufnahme 

Mosaikmodus 
Belichtungszeit : 540  * 10 Sekunden
Gesamt : 1.5 Stunden

Standartaufnahme 

Belichtungszeit : 540  * 10 Sekunden
Gesamt : 1.5 Stunden

Orionnebel M42 – Mosaikmodus vs. Standardaufnahme mit der Seestar S50 

Beide Aufnahmen wurden mit identischer Belichtungszeit erstellt (540 × 10 s = 1,5 Stunden).
Der sichtbare Unterschied entsteht ausschließlich durch den verwendeten Aufnahmemodus.
Links: Mosaikmodus – mehrere Bildfelder werden automatisch zusammengesetzt und zeigen den Orionnebel in deutlich größerer Ausdehnung.
Rechts: Standardaufnahme – alle Bilder stammen aus einem festen Bildfeld, wodurch der Fokus stärker auf dem hellen Kern liegt.
Dieser Vergleich zeigt eindrucksvoll, wie stark der neue Mosaikmodus das Einsatzspektrum der Seestar S50 erweitert. 

Seestar S50 EQ-Modus/NGC281 Pac-Man Nebel /Astro Lazo 

NGC 281 Pacman-Nebel – Seestar S50 im EQ-Modus, LV-Filter, 6,3 h Belichtung

Seestar S50: Original vs. PixInsight & Photoshop


Dieser Vergleich zeigt den Pacman-Nebel (NGC 281), aufgenommen mit dem kompakten Seestar S50 Smart-Teleskop im neuen EQ-Modus.
Die Aufnahme entstand mit einem LV-Filter und einer Gesamtbelichtungszeit von 6,3 Stunden, was eine deutlich verbesserte Nachführgenauigkeit und eine saubere Herausarbeitung der Emissionsstrukturen ermöglicht.
Links ist das original gestackte Bild, so wie es direkt vom Seestar-System erzeugt wird.
Rechts sieht man dieselben Bilddaten nach einer fortgeschrittenen Nachbearbeitung mit PixInsight und Photoshop, bei der feinere Strukturen, höherer Kontrast und subtile Details im Nebel sichtbar werden.
Der Pacman-Nebel ist ein Emissionsnebel im Sternbild Kassiopeia und etwa 9.500 Lichtjahre von der Erde entfernt.
Dieses Beispiel zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial moderne Smart-Teleskope bieten – insbesondere durch den EQ-Modus, lange Gesamtbelichtungszeiten und sorgfältige manuelle Bildbearbeitung.


Ausrüstung & Bildbearbeitung

Teleskop: Seestar S50
Modus: Neuer EQ-Modus
Filter: LV-Filter
Gesamtbelichtung: 6,3 Stunden
Aufnahme: Automatisierter Smart-Teleskop-Workflow
Bildbearbeitung: PixInsight & Adobe Photoshop


 Deep-Sky-Fotografie trotz schlechtem Wetter – M1 mit dem SeeStar S50 

Deep-Sky-Aufnahme des Krebsnebels M1 mit dem SeeStar S50 – Astrofotografie trotz schlechter Wetterlage

Story & Wetterlage

Deep-Sky-Fotografie trotz schwieriger Wetterbedingungen

Astrofotografie lebt von Geduld – doch manchmal schenkt der Himmel nur kurze Chancen.
 Dieses Bild des Krebsnebels (Messier 1) entstand bei sehr wechselhafter Wetterlage mit dichter Bewölkung und nur etwa zwei Stunden aufgelockerter Wolkendecke.

Dank des SeeStar S50 Smart-Teleskops konnte ich diese kurze Wetterlücke optimal nutzen. Das System war innerhalb weniger Minuten einsatzbereit, richtete sich automatisch aus und begann selbstständig mit der Aufnahme. Trotz der schwierigen Bedingungen entstand ein Deep-Sky-Bild, das zeigt, dass selbst bei schlechtem Wetter beeindruckende Ergebnisse möglich sind.

Dieses Projekt beweist: Auch kurze Aufklarungen können für Astrofotografie genutzt werden – ideal für spontane Nächte, Balkon-Astrofotografie oder unbeständiges Wetter.


Objekt & Technik 

Messier 1 – Der Krebsnebel 

Der Krebsnebel (M1) ist der Überrest einer Supernova, die im Jahr 1054 n. Chr. von chinesischen Astronomen dokumentiert wurde. Er befindet sich rund 6.500 Lichtjahre entfernt im Sternbild Stier und zeigt ein faszinierendes Netzwerk aus leuchtenden Gasfilamenten, angetrieben von einem schnell rotierenden Pulsar im Zentrum. 

Für diese Aufnahme wurden 619 Einzelbilder à 10 Sekunden gesammelt.
Trotz der kurzen Gesamtzeit und der wechselnden Wolkendecke liefert das kompakte Smart-Teleskop erstaunlich viele Details und Farben – ein Ergebnis, das zum Staunen einlädt und die Möglichkeiten moderner All-in-One-Astrofotografie eindrucksvoll zeigt. 

NGC 1333 – hochauflösende RGB-Astrofotografie des Embryonebels im Sternbild Perseus. Sichtbare Staubwolken, Reflexionsnebel und junge Sternobjekte, aufgenommen mit 420 mm f/2.8, ZWO ASI183MC und ZWO AM5N über 17 Stunden Belichtungszeit in Schneppenhausen und Mudau 

 NGC 1333 – der Embrionebel im Sternbild Perseus – ist eine aktive Sternentstehungsregion, die von dichten Staubwolken, Reflexionsnebeln und jungen Sternobjekten geprägt ist. Diese Aufnahme entstand über zwei Nächte in Schneppenhausen und Mudau (Bortle 3–4) mit insgesamt 17 Stunden Belichtungszeit bei –7 °C. Mit einer ZWO ASI183MC, einem 420-mm-f/2.8-Astrographen und der ZWO AM5N Montierung wurde ein tiefes, hochauflösendes RGB-Bild erstellt, das die komplexen Strukturen des Nebels zeigt. Die Bildbearbeitung erfolgte professionell in PixInsight und Photoshop. 

NGC 1333 – RGB-Astrofoto mit 17 Stunden Belichtung.

Projekt & Aufnahmedaten

NGC 1333 – Projektbeschreibung

Das Deep-Sky-Projekt wurde an zwei aufeinanderfolgenden Nächten aufgenommen:

  • 21.11.2025 – Schneppenhausen (Bortle 5-6)
    • 140 × 180 Sekunden
    • Gesamt: 7 Stunden RGB
    • Temperatur: –7 °C
  • 22.11.2025 – Mudau, Odenwald (Bortle 3–4)
    • 200 × 180 Sekunden
    • Gesamt: 10 Stunden RGB
    • Temperatur: –7 °C

Gesamtbelichtungszeit: 17 Stunden
Eine Sternkarte wurde zur Orientierung hinzugefügt.

Eingesetzte Ausrüstung

  • Kamera: ZWO ASI183MC
  • Teleskop: 420 mm f/2.8 Newton-Astrograph
  • Montierung: ZWO AM5N
  • Guiding-Kamera: ZWO ASI120M
  • Guidescope: 274 mm f/5
  • Steuerungssystem: ZWO ASIAIR PLUS
  • Bedienung: iPad
  • Software: PixInsight & Photoshop
  • Frostfoto dokumentiert die Aufnahmebedingungen


Analyse & Technisches Ergebnis

Bildmerkmale

  • Hohe Tiefenauflösung durch 17 Stunden Belichtungszeit
  • Feine Darstellung der Staubwolken und Reflexionsnebel
  • RGB-Daten sehr homogen und rauscharm
  • Kleine, saubere Sternabbildung
  • Exakte Farbkalibrierung
  • Gute Sichtbarkeit von Jets, dunklen Molekülwolken und YSOs
  • Stabile Nachführung durch die AM5N

Technisches Fazit

Die Daten vom 21.11.2025 und 22.11.2025 zeigen eine hervorragende Qualität.
Das lichtstarke f/2.8-System, die AM5N-Montierung und die lange Belichtungszeit erzeugen ein tiefes, detailreiches RGB-Bild des Embryonebels. Die Bearbeitung in PixInsight und Photoshop ist sauber, mit ausgezeichnetem Signal-Rausch-Verhältnis und klar definierten Nebelstrukturen.

Das Endergebnis entspricht hohem Deep-Sky-Standard und zeigt eine technisch einwandfreie Astrofotografie von NGC 1333.


ASIAIR-Sternkarte zur Positionierung von NGC 1333 im Perseus zwischen Capella, Plejaden und Uranus.

 Sternkarte aus der ASIAIR-App zur Ausrichtung des NGC-1333-Projekts. Die Karte zeigt die Position im Sternbild Perseus mit Bezug zu Capella, dem Zenit, den Plejaden und Uranus – ideal zur präzisen Objektplanung in den Nächten des 21. und 22.11.2025. 

Frostbedecktes Setup in der –7 °C Nacht: Newton 420 mm f/2.8 mit ZWO ASI183MC auf AM5N während der NGC-1333-Aufnahme.

 Die eisige Aufnahmesituation am 21.–22.11.2025: Bei –7 °C war das komplette Setup – Newton 420 mm f/2.8, ZWO ASI183MC und AM5N-Montierung – vollständig von Reif überzogen. Trotz der extremen Bedingungen lief das System stabil und ermöglichte die langen RGB-Belichtungen für das NGC-1333-Projekt. 

Astrofotografie Odenwald – Orionnebel M42 – Deep-Sky-Fotografie Deutschland – Astro Lazo


Der Orionnebel M42 wurde am 03. Januar 2024 bei –4 °C unter dem dunklen Himmel von Mudau im Odenwald aufgenommen. Über 9 Stunden Gesamtbelichtung – bestehend aus 270 Einzelaufnahmen à 120 Sekunden – zeigen die Sternentstehungsgebiete, Gasstrukturen und die hellen Kernbereiche dieser eindrucksvollen Sternenwiege.

„M42 Orionnebel – 9 Std RGB, 270×120 s, aufgenommen in Mudau Odenwald mit ZWO ASI2600MC und SharpStar 150 f/2,8

Aufnahmedaten & Ort 

Aufnahmezeitraum 

  • Datum: 03. Januar 2024
  • RGB-Belichtung: 9 Std Gesamt
  • Einzelaufnahmen: 270 × 120 s

 Aufnahmeort 

  • Mudau · Odenwald (Deutschland)
  • Himmelsqualität: Bortle 3–4
  • Temperatur: –4 °C
  • Betrieb: 2-kW Batterie (Heizdecke + Kamera)

 Objekt 

  • M42 – Orionnebel
  • Region: Orion-Molekülwolke
  • Typ: Emissions- & Reflexionsnebel
  • Entfernung: ca. 1.350 Lichtjahre 

Ausrüstung & Software 

Kamera & Optik 

  • Kamera: ZWO ASI2600MC
  • Teleskop: SharpStar 150 mm f/2,8 Hypergraph

 Guiding 

  • Guidingkamera: ZWO ASI120M
  • Guidescope: 120 mm f/3

 Montierung & Steuerung 

  • Montierung: ZWO AM5N
  • Steuerung: ZWO ASIAIR PLUS

 Bildbearbeitung 

  • PixInsight
  • Photoshop 

Astrofotografie Odenwald – M78 Reflexionsnebel – Deep-Sky-Fotografie Deutschland – Astro Lazo


Der Reflexionsnebel M78 wurde am 04. März 2025 unter dem dunklen Himmel von Mudau im Odenwald aufgenommen. Trotz einer relativ kurzen Belichtungszeit von nur 3 Stunden – mit 60 Aufnahmen à 180 Sekunden – gelang es, feine Staubstrukturen, dunkle Nebelbereiche und die charakteristische blaue Leuchtkraft des Reflexionsnebels sichtbar zu machen. 

M78 Reflexionsnebel – 3 Std RGB, 60×180 s, aufgenommen am 04.03.2025 mit ZWO ASI2600MC und SharpStar 150 f/2,8.

Aufnahmedaten & Ort

Aufnahmezeitraum

  • Datum: 04. März 2025
  • RGB-Belichtung: 3 Std Gesamt
  • Einzelaufnahmen: 60 × 180 s

Aufnahmeort

  • Mudau · Odenwald (Deutschland)
  • Himmelsqualität: Bortle 3–4

Objekt

  • Messier 78 (M78)
  • Typ: Reflexionsnebel
  • Sternbild: Orion
  • Entfernung: ca. 1.600 Lichtjahre


 Ausrüstung & Software 

Kamera & Optik 

  • Hauptkamera: ZWO ASI2600MC
  • Teleskop: SharpStar 150 mm f/2,8 Hypergraph

 Guiding 

  • Guidingkamera: ZWO ASI120M
  • Guidescope: 120 mm f/3

 Montierung & Steuerung 

  • Montierung: ZWO AM5N
  • Steuerungssystem: ZWO ASIAIR PLUS

 Bildbearbeitung 

  • PixInsight
  • Photoshop 

Astrofotografie Odenwald – Pferdekopfnebel IC 434 – Deep-Sky-Fotografie Deutschland – Astro Lazo


Der Pferdekopfnebel (IC 434) wurde am 01. und 02. November 2024 unter dem dunklen Odenwaldhimmel bei Mudau aufgenommen. Aufgrund der starken Lichtverschmutzung (Bortle 6) in der Nähe von Darmstadt lege ich für solche Aufnahmen regelmäßig 100 Kilometer zurück, um im Bortle-3/4-Gebiet optimale Bedingungen zu finden. 

„IC 434 Pferdekopfnebel – 13 Std RGB, 390×120 s, aufgenommen am 01.–02.11.2024-ZWO ASI2600MC und SkyWatcher 130 f/5

Aufnahmedaten & Ort 

Aufnahmezeitraum 

  • Datum: 01. & 02. November 2024
  • RGB-Belichtung: 13 Std Gesamt
  • Einzelaufnahmen: 390 × 120 s

  Aufnahmeort 

  • Mudau · Odenwald (Deutschland)
  • Himmelsqualität: Bortle 3–4
  • Anfahrt: ≈ 100 km aus dem lichtverschmutzten Gebiet bei Darmstadt (Bortle 6)

 Objekt 

  • IC 434 – Pferdekopfnebel
  • Typ: Dunkelnebel vor Emissionsnebel
  • Entfernung: ca. 1.350 Lichtjahre
  • Sternbild: Orion 

Ausrüstung & Software 

Kamera & Optik 

  • Hauptkamera: ZWO ASI2600MC
  • Teleskop: SkyWatcher 130 mm f/5 Newton

 Guiding 

  • Guidingkamera: ZWO ASI120M
  • Guidescope: 120 mm f/3

 Montierung & Steuerung 

  • Montierung: SkyWatcher AZ-EQ6GT
  • Steuerungssystem: ZWO ASIAIR PLUS

 Bildbearbeitung 

  • PixInsight
  • Adobe Photoshop 

Astrofotografie Kroatien – NGC 6914 im Sternbild Schwan – Deep-Sky-Fotografie Europa – Astro Lazo


NGC 6914 ist ein farbenprächtiger Nebelkomplex im Sternbild Schwan und wurde am 06. September 2025 in meiner privaten Sternwarte in Aljmaš (Kroatien) aufgenommen. Über 8 Stunden RGB-Belichtung – bestehend aus 160 Aufnahmen à 180 Sekunden – zeigen die tiefen blauen Reflexionsnebel, die roten Emissionsgebiete sowie die dunklen Staubwolken der Cygnus-Molekülwolke. 

NGC 6914 Nebelkomplex – 8 Std RGB, 160×180 s, aufgenommen am 06.09.2025 in Aljmaš Kroatien mit ZWO ASI2600MC

Aufnahmedaten & Ort 

Aufnahmezeitraum 

  • Datum: 06. September 2025
  • RGB-Belichtung: 8 Std Gesamt
  • Einzelaufnahmen: 160 × 180 s

 Aufnahmeort 

  • Private Sternwarte Aljmaš · Kroatien
  • Himmelsqualität: Bortle 3–4

 Objekt 

  • NGC 6914
  • Typ: Emissions- & Reflexionsnebelkomplex
  • Sternbild: Schwan (Cygnus)
  • Entfernung: ca. 6.000 Lichtjahre
  • Region: Cygnus-Molekülwolke, nahe Nordamerikanebel 

Ausrüstung & Software 

Kamera & Optik 

  • Hauptkamera: ZWO ASI2600MC
  • Teleskop: SharpStar 150 mm f/2,8 Hypergraph

 Guiding 

  • Guidingkamera: ZWO ASI120M
  • Guiding Scope: 120 mm f/3

 Montierung & Steuerung 

  • Montierung: ZWO AM5N
  • Steuerungssystem: ZWO ASIAIR PLUS

 Bildbearbeitung 

  • PixInsight
  • Adobe Photoshop 

rofotografie Kroatien – Blasennebel NGC 7635 – Deep-Sky-Fotografie Europa – Astro Lazo


Der Blasennebel NGC 7635 wurde am 02. September 2025 in meiner privaten Sternwarte in Aljmaš (Kroatien) aufgenommen.
 Über 8 Stunden RGB-Belichtung – verteilt auf 160 Einzelaufnahmen à 180 Sekunden – entstanden die feinen Strukturen der vom Sternwind erzeugten Gasblase, die sich inmitten des Sternbilds Kassiopeia befindet. 

NGC 7635 Blasennebel – 8 Std RGB, 160×180 s, aufgenommen am 02.09.2025 in Aljmaš Kroatien mit ZWO ASI2600MC+Newton 420 f2,8

Aufnahmedaten & Ort 

Aufnahmezeitraum 

  • Datum: 02. September 2025
  • RGB-Belichtung: 8 Std Gesamt
  • Einzelaufnahmen: 160 × 180 s

 Aufnahmeort 

  • Private Sternwarte Aljmaš · Kroatien
  • Himmelsqualität: Bortle 3–4

 Objekt 

  • NGC 7635 – Blasennebel
  • Objekttyp: Emissionsnebel
  • Sternbild: Kassiopeia
  • Entfernung: ca. 7.100 Lichtjahre
  • Bekannter Bestandteil: Ionisierte Gasblase durch starken Sternwind 

Ausrüstung & Software 

Kamera & Optik 

  • Kamera: ZWO ASI2600MC
  • Teleskop: Newton 420 mm f/2,8 (Hypergraph 6)

 Guiding 

  • Guiding-Kamera: ZWO ASI120M
  • Guidescope: 120 mm f/3

 Montierung & Steuerung 

  • Montierung: ZWO AM5N
  • Steuerungssystem: ZWO ASIAIR PLUS
  • Bedienung: MacBook

 Bildbearbeitung 

  • PixInsight
  • Adobe Photoshop 

Astrofotografie Hessen – Herznebel & Seelennebel – Deep-Sky-Fotografie Deutschland – Astro Lazo


Die Herz- und Seelennebel (IC 1805 & IC 1848) wurden am 30. November 2024 in Schneppenhausen (Hessen) aufgenommen – unter Bortle-6-Bedingungen, aber mit perfektem Neumond und dem hocheffizienten Optolong L-eXtreme Schmalbandfilter.


„Herz- und Seelennebel  – 11  Std Schmalband Hα + O III + RGB, aufgenommen am 30.11.2024 in Schneppenhausen Hα + O III + RGB

Aufnahmedaten & Bedingungen 

Aufnahmezeitraum 

  • Datum: 30. November 2024
  • Mondphase: Neumond – optimale Dunkelheit
  • Temperatur: ca. +4 °C
  • Lichtverschmutzung: Bortle 6
  • Ort: Schneppenhausen · Hessen (Deutschland)

 Objekt 

  • IC 1805 – Herznebel
  • IC 1848 – Seelennebel
  • Region: Cassiopeia
  • Typ: Emissionsnebel / H II-Region
  • Entfernung: 7.500–7.700 Lichtjahre

 Belichtungsdaten 

  • Hα: 10 Std (120 × 300 s)
  • O III: 10 Std (120 × 300 s)
  • RGB: 1 Std (60 × 60 s)
  • Gesamtbelichtung: 21 Std (Schmalband + RGB) 

Ausrüstung & Technik 

Kamera & Optik 

  • Hauptkamera: ZWO ASI2600MC
  • Teleskop: APO SharpStar 270 mm f/4,5

 Guiding 

  • Guidingkamera: ZWO ASI120M
  • Guidescope: 120 mm f/3.0

 Montierung & Steuerung 

  • Montierung: ZWO AM5 N
  • System: ZWO ASIAIR PLUS
  • Steuerung & Aufnahme: MacBook

 Filter 

  • Optolong 2" L-eXtreme (Hα + O III Schmalbandfilter)
    Ideal für Farb-Astrokameras unter Bortle-6-Himmel

 Bildbearbeitung 

  • PixInsight
  • Adobe Photoshop

Astrofotografie Schwarzwald – Irisnebel NGC 7023 – Deep-Sky-Fotografie Deutschland – Astro Lazo


Der Irisnebel NGC 7023 wurde am 05.–06. Februar 2022 im Schwarzwald unter hervorragenden Bortle-3/4-Bedingungen aufgenommen. Bei eisigen −7 °C entstanden in zwei klaren Winternächten insgesamt 20 Stunden RGB-Belichtungszeit – verteilt auf 400 Aufnahmen à 180 Sekunden. 

NGC 7023 Irisnebel – 20 Std RGB, 400×180 s, aufgenommen am 05.–06.02.2022 im Schwarzwald unter Bortle 3–4.“

Aufnahmedaten & Ort 

Aufnahmezeitraum 

  • Datum: 05.–06. Februar 2022
  • RGB-Belichtung: 20 Std Gesamt
  • Einzelaufnahmen: 400 × 180 s

 Aufnahmeort 

  • Schwarzwald · Deutschland
  • Himmelsqualität: Bortle 3–4
  • Temperatur: −7 °C
  • Bedingungen: klirrende Winternacht im Schnee

 Objekt 

  • NGC 7023 – Irisnebel
  • Typ: Reflexionsnebel
  • Sternbild: Kepheus (Cepheus)
  • Entfernung: ca. 1.300 Lichtjahre 

Ausrüstung & Software

Kamera & Optik

  • Hauptkamera: ZWO ASI183MC
  • Teleskop: SkyWatcher 130 mm f/5 Newton

Guiding

  • Guidingkamera: ZWO ASI120M
  • Guidescope: 120 mm f/3

Montierung & Steuerung

  • Montierung: SkyWatcher AZ-EQ6 Pro
  • Steuerungssystem: ZWO ASIAIR PRO

Bildbearbeitung

  • PixInsight
  • Adobe Photoshop


 M33 Triangulum Galaxy – SeeStar S50 im EQ-Modus | Smart Astrophotography Test 


M33 Triangulum Galaxy – SeeStar S50 EQ mode

Dieses Bild zeigt die Triangulum-Galaxie M33, aufgenommen mit der ZWO SeeStar S50 im EQ-Modus.
Für diesen Test wurde die SeeStar S50 auf einer EQ5 Pro Montierung betrieben. Die Polarausrichtung war in nur etwa drei Minuten abgeschlossen und funktionierte absolut problemlos.
Die Gesamtbelichtungszeit betrug 135 Minuten. Das Tracking lief stabil und zuverlässig – eine durchgehende Belichtung über die gesamte Nacht wäre problemlos möglich gewesen.
Links ist die Original-Bildbearbeitung direkt aus der SeeStar S50 zu sehen, rechts dieselben Daten mit einer zusätzlichen Nachbearbeitung in PixInsight und Photoshop.
Die Ergebnisse zeigen eindrucksvoll, wie leistungsfähig moderne Smart-Teleskope bereits sind. Selbst ohne externe Software liefert die SeeStar S50 erstaunlich gute Resultate, während klassische Astrofotografie-Workflows noch zusätzliche Details und Kontraste hervorholen können.

Astrofotografie Kroatien – Andromedagalaxie M31 – Deep-Sky-Fotografie Europa – Astro Lazo


Andromedagalaxie M31 – Astrofotografie aus Aljmaš Kroatien, 21 Std RGB und 7 Std Hα, aufgenommen mit ZWO ASI2600MC und Sharpstar 420 mm f/2,8 

Andromedagalaxie M31 – Astrofotografie aus Aljmaš Kroatien,aufgenommen mit ZWO ASI2600MC + Sharpstar 420 mm f/2,8

Andromedagalaxie M31 – Technik & Aufnahmedaten 

Aufnahmezeitraum 

  • RGB: 02.–04.09.2024
    • 3 Nächte · 21 Std
    420× 180 Sek
  • Hα: 05.09.2024
    7 Std
    84× 300 Sek
  • Filter: Optolong 2" L-eXtreme (Schmalband)

Aufnahmeort 

  • Sternwarte Aljmaš, Kroatien
  • Bortle 3–4

Kamera & Optik

  • ZWO ASI2600MC
  • Teleskop: Sharpstar 420 mm f/2,8 Hypergraph

Guiding

  • ZWO ASI120M
  • Guidescope: 120 mm f/3

Montierung & Steuerung

  • ZWO AM5N
  • ZWO ASIAIR PLUS
  • Bedienung: MacBook
  • Strom: 2 kW Batterie

Bildbearbeitung

  • PixInsight
  • Photoshop

Astrofotografie Kroatien – Leo-Triplet Galaxien – Deep-Sky-Fotografie Europa – Astro Lazo 


Leo Triplet, M65, M66, NGC 3628, Galaxientriplett, Deep-Sky Astrofotografie, ZWO ASI2600MC, Hypergraph 420mm, Astrofotografie Kroatien, Bortle 3–4 

Leo Triplet – M65, M66, NGC 3628, 9,5 Std RGB, aufgenommen am 05.03.2024 in Aljmaš Kroatien mit ZWO ASI2600MC

Aufnahmedaten & Ort 

 Aufnahmezeitraum

  • Datum: 05. März 2024

RGB: 9,5 Std Gesamt

Einzelaufnahmen: 190 × 180 s

Aufnahmeort

  • Private Sternwarte Aljmaš · Kroatien
  • Himmelsqualität: Bortle 3–4

Objekt

  • Leo Triplet (M65 · M66 · NGC 3628)
  • Auch bekannt als M66-Triplet

Ausrüstung & Software

Kamera & Optik

  • Hauptkamera: ZWO ASI2600MC
  • Teleskop: SharpStar 150 mm f/2,8 Hyperbolischer Astrograph

Guiding

  • Guiding-Kamera: ZWO ASI120M
  • Guidescope: 120 mm f/3

Montierung & Steuerung

  • Montierung: SkyWatcher AZ-EQ6GT
  • Steuerung: ZWO ASIAIR PLUS

Bildbearbeitung

  • PixInsight
  • Photoshop


Astrofotografie Kroatien – Feuerradgalaxie M101 – Deep-Sky-Fotografie Europa – Astro Lazo


Die Feuerradgalaxie M101 ist eine der größten und strukturiertesten Spiralgalaxien am nördlichen Himmel. Die Aufnahme entstand in meiner privaten Sternwarte in Aljmaš (Kroatien) unter Bortle-3/4-Bedingungen. 


Makarjan’sche Galaxienkette im Virgo-Cluster – 9 Std RGB, 03.03.2025 Mudau Odenwald mit ZWO ASI2600MC un SharpStar 150 f/2,8

Aufnahmedaten & Ort 

Aufnahmezeitraum 

  • Datum: 03. März 2025
  • RGB-Belichtung: 9 Std Gesamt
  • Einzelaufnahmen: 180 × 180 s

 

Aufnahmeort 

  • Private Sternwarte Aljmaš · Kroatien
  • Himmelsqualität: Bortle 3–4

 

Objekt 

  • Messier 101 (M101)
  • Bezeichnung: Feuerradgalaxie
  • Objekttyp: Face-On-Spiralgalaxie

Sternbild: Großer Bär (Ursa Major) 

Ausrüstung & Software 

Kamera & Optik 

  • Hauptkamera: ZWO ASI2600MC
  • Teleskop: SharpStar 150 mm f/2,8 Hyperbolischer Astrograph

 Guiding 

  • Guidingkamera: ZWO ASI120M
  • Guidescope: 120 mm f/3

 Montierung & Steuerung 

  • Montierung: SkyWatcher AZ-EQ6GT
  • Steuerung: ZWO ASIAIR PLUS

 Bildbearbeitung 

  • PixInsight
  • Photoshop 

Astrofotografie Odenwald – Markarjansche Kette – Virgo-Galaxienhaufen – Deep-Sky-Fotografie Deutschland – Astro Lazo


Die Makarjan’sche Galaxienkette im Virgo-Galaxienhaufen wurde am 03. März 2025 unter dem klaren Himmel von Mudau im Odenwald aufgenommen. Dank der hervorragenden Bortle-3/4-Bedingungen war es möglich, die harmonische Anordnung der Galaxien über 9 Stunden RGB-Belichtung festzuhalten – 180 Einzelaufnahmen à 180 Sekunden.

Aufnahmedaten & Ort 

Aufnahmezeitraum 

  • Datum: 03. März 2025
  • RGB-Belichtung: 9 Std Gesamt
  • Einzelaufnahmen: 180 × 180 s

 

Aufnahmeort 

  • Mudau · Odenwald (Deutschland)
  • Himmelsqualität: Bortle 3–4

 

Objekt 

  • Makarjan’sche Galaxienkette
  • Teil des Virgo-Galaxienhaufens
  • Entfernung: 50–60 Mio. Lichtjahre
  • Sternbild: Jungfrau (Virgo) 

Ausrüstung & Software 

Kamera & Optik 

  • Hauptkamera: ZWO ASI2600MC
  • Teleskop: SharpStar 150 mm f/2,8 Hypergraph

 Guiding 

  • Guiding-Kamera: ZWO ASI120M
  • Guidescope: 120 mm f/3

 Montierung & Steuerung 

  • Montierung: ZWO AM5N
  • Steuerung: ZWO ASIAIR PLUS

 Bildbearbeitung 

  • PixInsight
  • Adobe Photoshop 

Astrofotografie Kroatien – Bodes Galaxie M81 – Deep-Sky-Fotografie Europa – Astro Lazo


Die Spiralgalaxie M81, auch als Bodes Galaxie bekannt, wurde am 07. März 2024 in meiner eigenen Sternwarte in Aljmaš (Kroatien) aufgenommen. Über eine Gesamtbelichtungszeit von 9 Stunden entstanden RGB-Daten aus 180 Einzelaufnahmen à 180 Sekunden.
 Dank des schnellen 420 mm f/2,8 Newton-Astrographs und der ZWO ASI2600MC zeigt das Bild feine Staubbänder, die helle Kernregion sowie die äußeren Spiralstrukturen der Galaxie. Die Aufnahme erfolgte auf der ZWO AM5N und wurde mit dem ZWO ASIAIR PLUS präzise gesteuert. Die finale Bearbeitung wurde mit PixInsight und Adobe Photoshop umgesetzt.


Aufnahmedaten & Ort

Aufnahmezeitraum

  • Datum: 07. März 2024
  • RGB-Belichtung: 9 Std Gesamt
  • Einzelaufnahmen: 180 × 180 s

Aufnahmeort

  • Private Sternwarte Aljmaš · Kroatien
  • Himmelsqualität: Bortle 3–4

Objekt

  • M81 – Bodes Galaxie
  • Objekttyp: Spiralgalaxie
  • Sternbild: Großer Bär (Ursa Major)
  • Entfernung: ca. 12 Mio. Lichtjahre

Ausrüstung & Software 

Kamera & Optik 

  • Hauptkamera: ZWO ASI2600MC
  • Teleskop: Newton 420 mm f/2,8 (Hypergraph 6)

 Guiding 

  • Guiding-Kamera: ZWO ASI120M
  • Guidescope: 120 mm f/3

 Montierung & Steuerung 

  • Montierung: ZWO AM5N
  • Steuerungssystem: ZWO ASIAIR PLUS

 Bildbearbeitung 

  • PixInsight
  • Adobe Photoshop 

M45 – Die Plejaden (Sieben Schwestern) / Astrofotografie / Odenwald - Mudau / Astro Lazo


 M45 – Die Plejaden (Sieben Schwestern) 

Aufgenommen am 27.12.2024 in Mudau, Odenwald
Belichtungszeit: 6 Stunden RGB – 360 Aufnahmen à 60 Sekunden
Ausrüstung: ZWO ASI2600MC | Montierung AZ EQ6GT | Guiding ZWO ASI120M & 120 mm F3 | ZWO ASIAIR PLUS | Bildbearbeitung: PixInsight & Photoshop

Bildbeschreibung und Bewertung
Diese Aufnahme zeigt den offenen Sternhaufen M45 – die Plejaden, ein leuchtendes Juwel des Winterhimmels. Die feinen, bläulichen Reflexionsnebel um die heißen, jungen Sterne sind durch interstellaren Staub verursacht, der das Sternenlicht streut.
Die Aufnahme überzeugt durch ihre exzellente Schärfe, feine Sternabbildung und den sehr natürlich gehaltenen Farbverlauf der Reflexionsnebel. Besonders beeindruckend ist der Kontrast zwischen den tiefen Dunkelstrukturen und den strahlend blauen Reflexionswolken. Eine technisch wie auch ästhetisch sehr gelungene Arbeit.

Wissenschaftliche Fakten
Objekt: M45 (NGC 1432/1435) – Offener Sternhaufen im Sternbild Stier (Taurus)
Entfernung: ca. 440 Lichtjahre
Alter: rund 100 Millionen Jahre
Ausdehnung am Himmel: etwa , entsprechend ca. 13 Lichtjahren Durchmesser
Die Plejaden bestehen aus über 1000 Mitgliedssternen, von denen etwa sieben besonders hell sind und schon mit bloßem Auge sichtbar sind.
Die bläuliche Färbung stammt vom Streulicht junger, heißer B-Sterne, das an feinem Staub reflektiert wird. Dieser Staub gehört nicht zum ursprünglichen Material des Haufens, sondern ist eine interstellare Wolke, durch die sich die Plejaden derzeit bewegen.

Was ist ein offener Sternhaufen?
Offene Sternhaufen entstehen aus einer gemeinsamen Gas- und Staubwolke. Ihre Sterne sind gleich alt, aber unterschiedlich massereich. Mit der Zeit entfernen sich die Sterne durch gravitative Wechselwirkungen voneinander – ein Prozess, der einige Hundert Millionen Jahre dauert. Die Plejaden sind daher ein Beispiel für einen jungen, dynamischen Sternhaufen, wie er typisch für die Milchstraße ist.

Griechische Mythologie
In der griechischen Sage sind die Plejaden die sieben Töchter des Titanen Atlas und der Okeanide Pleione: Maia, Elektra, Taygete, Alkyone, Celaeno, Sterope und Merope.
Als Orion, der Jäger, ihnen nachstellte, bat Zeus um ihr Schutz – und verwandelte sie in Sterne am Himmel. Seitdem leuchten sie eng beieinander als Symbol der Zusammengehörigkeit und ewigen Schönheit.

M45 ist nicht nur ein beeindruckendes astrophysikalisches Objekt, sondern auch ein emotionaler Blick in die Jugend des Universums – und eine Erinnerung daran, wie sich Wissenschaft und Mythologie am Nachthimmel vereinen. 


„The Pleiades“ – Die sieben Schwestern

 Gemalt von Elihu Vedder, 1885
Dieses Gemälde des amerikanischen Künstlers Elihu Vedder (1836–1923) zeigt die sieben Plejaden, Töchter des Titanen Atlas und der Meeresnymphe Pleione. In fließenden Bewegungen tanzen sie durch den Himmel, umgeben von schimmerndem Licht – Sinnbild ihrer Verwandlung in Sterne.
Vedder fängt in poetischen Farben den Moment ein, in dem die Schwestern von Zeus in den Himmel erhoben werden, um dem Jäger Orion zu entkommen. Ihre leuchtenden Gestalten symbolisieren Schönheit, Reinheit und den Übergang vom Irdischen ins Göttliche.
Das Werk verbindet Mythologie und Kosmos, genau wie der Sternhaufen M45, der heute am Winterhimmel im Sternbild Stier erstrahlt – ein himmlisches Echo der Legende, das Kunst und Astronomie vereint. 


Galaxien – Faszinierende Inseln des Universums

James-Webb-Weltraumteleskop (JWST) – Deep-Field SMACS 0723 zeigt die fernsten Galaxien des Universums. Astrofotografie, Weltraumforschung und Gravitationseffekte – faszinierende Einblicke in den Ursprung der Galaxien. Entdecke mehr auf landschaftastronomielazo.de. 

Bildquelle
NASA, ESA, CSA, STScI – James Webb Space Telescope, SMACS 0723 (Public Domain)


Das James-Webb-Teleskop – Blick in das frühe Universum

 SMACS 0723 – Galaxienhaufen in atemberaubender Tiefe
Dieses beeindruckende Bild zeigt den Galaxienhaufen SMACS 0723, aufgenommen vom James-Webb-Weltraumteleskop (JWST). Hier blicken wir über 13 Milliarden Jahre in die Vergangenheit – fast bis zur Zeit, als die ersten Galaxien entstanden. Die hellen Punkte mit Beugungsspitzen sind Vordergrundsterne aus unserer Milchstraße, während die unzähligen rötlichen Bögen und Spiralen ferne Galaxien zeigen, deren Licht durch den massereichen Galaxienhaufen gravitationell verzerrt wird – ein Effekt, der als Gravitationslinseneffekt bekannt ist.
Das James-Webb-Teleskop eröffnet uns einen völlig neuen Blick in die Ursprünge des Kosmos. Mit seinen Infrarotinstrumenten durchdringt es Staubwolken und zeigt Galaxien, die wir noch nie zuvor gesehen haben. Dieses Bild gilt als das erste Deep-Field des Webb-Teleskops – ein Meilenstein moderner Astronomie. 

 

Technische Daten (Auswahl) 

  • Objekt: Galaxienhaufen SMACS 0723
  • Entfernung: ca. 4,6 Milliarden Lichtjahre
  • Beobachtungsinstrument: James-Webb-Weltraumteleskop (JWST), NIRCam
  • Auflösung: über 10 000 Lichtjahre pro Pixel
  • Aufnahmejahr: 2022


Was ist der Gravitationslinseneffekt

Der Gravitationslinseneffekt ist ein Phänomen, das durch die Schwerkraft großer Massen im Weltall entsteht – zum Beispiel durch Galaxienhaufen oder Schwarze Löcher.
Nach Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie krümmt jede Masse den Raum um sich herum. Wenn das Licht einer weit entfernten Galaxie an einer solchen „Masse“ vorbeiläuft, wird es abgelenkt, als würde es durch eine Linse gehen. 

Dadurch passiert Folgendes: 

  • Das Licht wird verstärkt – die fernen Galaxien erscheinen heller.
  • Es entstehen verzerrte Bögen oder Ringe (sogenannte Einsteinringe).
  • Astronomen können extrem weit entfernte Galaxien beobachten, die sonst unsichtbar wären. 


Bildquelle
NASA, ESA, CSA, STScI – James Webb Space Telescope, SMACS 0723 (Public Domain) 

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